15 positive Corona-Tests
Zwei unterschiedliche Infektionsgeschehen im Steinfurter Marienhospital

Steinfurt -

Im Steinfurter Marienhospital sind nach dem Verdacht, dass sich dort drei Personen mit einer Mutation des Corona-Virus angesteckt haben, weitere fünf Patienten und zehn Mitarbeiter positiv getestet worden. Hinweise darauf, dass sich eine hochansteckende Variante des ursprünglichen Erregers in dem Krankenhaus verbreitet hat, haben die Untersuchungen nicht ergeben.

Donnerstag, 28.01.2021, 17:34 Uhr aktualisiert: 29.01.2021, 07:14 Uhr
Rund 800 Abstriche aus dem Marienhospital sind von den Virologen der Uniklinik Münster untersucht worden. 15 Proben wurden positiv auf Covid-19 getestet.
Rund 800 Abstriche aus dem Marienhospital sind von den Virologen der Uniklinik Münster untersucht worden. 15 Proben wurden positiv auf Covid-19 getestet. Foto: dpa (Symbolbild)

Im Steinfurter Marienhospital sind nach dem Verdacht, dass sich dort drei Personen mit einer Mutation des Corona-Virus angesteckt haben, weitere fünf Patienten und zehn Mitarbeiter positiv getestet worden. Hinweise darauf, dass sich eine hochansteckende Variante des ursprünglichen Erregers in dem Krankenhaus verbreitet hat, haben die Untersuchungen nicht ergeben. Wie die Pressestelle des Krankenhauses am Donnerstagnachmittag erklärte, gehen die Mediziner jetzt davon aus, dass es sich „um zwei differenziert zu sehende Infektionsgeschehen“ handelt. Das Ergebnis der aufwendigen Sequenzierung der Abstriche, die Anfang der Woche von den drei Personen genommenen worden sind, die sich möglicherweise von einem mutierten Virus angesteckt haben, wie er in Holland oder Großbritannien bereits festgestellt worden ist, erwartet die Klinik erst am kommenden Montag.

Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes hatten mit Unterstützung der DLRG am Dienstag rund 800 Abstriche genommen. Sie sind seit Donnerstagmittag komplett ausgewertet. Die Differenz zu der ursprünglich mit 1000 Proben angegebenen Zahl erklärte Pressesprecherin Katharina Krüger damit, dass sich Patienten und Mitarbeiter, die das Krankenhaus vor mehr als einer Woche verlassen oder nicht mehr betreten haben, nicht dem sogenannten PCR-Test unterziehen mussten.

Keine Hinweise auf Mutationen

Bei den Personen, die jetzt positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind, sei vorher kein Covid-19 bekannt gewesen. Die Fälle seien alle auf zwei Normalstationen, die sich auf einer Ebene des Gebäudes befinden, aufgetreten. Die betroffenen Patienten seien unmittelbar auf die Isolationsstation verlegt, die betroffenen Mitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt worden. Die gute Nachricht sei: „Bei keiner der Proben aus den über 800 Testungen liegt ein Hinweis auf eine Mutation vor. Diese werden deshalb auch nicht weiter sequenziert“, erläuterte Dr. Peter Czeschinski, Leiter des Arbeitsmedizinischen Dienstes am Uniklinikum Münster und am Marienhospital, das Vorgehen.

Solange das Infektionsgeschehen nicht vollständig geklärt ist, bleibt es im Marienhospital mit Rücksicht auf die Gesundheit der Patienten und Mitarbeitenden zunächst bis Dienstag (2. Februar) bei einem Aufnahmestopp. Auch das Besuchsverbot gilt vorläufig weiter.

Das Krankenhaus weist in diesem Zusammenhang noch einmal daraufhin, dass die Interdisziplinäre Notaufnahme weiterhin von allen Notfallpatienten aufgesucht werden kann, die das Haus selbstständig erreichen können. Auch die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in den Räumen des Marienhospitals sei unter strengen Hygieneauflagen weiterhin für Patienten erreichbar.

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