„Schleichende Triage“
Caritas weist Fernseh-Bericht zurück

Warendorf -

Die Caritas im Bistum Münster hat am Mittwoch einen Fernsehbericht zurückgewiesen, nach dem Altenheime ihre Bewohner dazu drängen würden, bei einer Corona-Infektion auf eine Behandlung im Krankenhaus zu verzichten. Damit solle verhindert werden, dass sie Intensivplätze für Jüngere belegen.

Mittwoch, 27.01.2021, 21:00 Uhr
„Schleichende Triage“: Caritas weist Fernseh-Bericht zurück
Foto: picture alliance/dpa | Sven Hoppe (Symbolbild)

„Das können wir für die 205 Altenheime der Caritas in der Diözese Münster ausschließen“, sagt Christian Schmitt, Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes Münster, einer Pressemitteilung zufolge: „Wir respektieren immer die Selbstbestimmung unserer Bewohnerinnen und Bewohner.“ In der ARD-Sendung „Fakt“ war von einer „schleichenden Triage“ in den Altenheimen die Rede gewesen.

Von einer Behandlung abzuraten, ist nie ein Diskussionsthema gewesen.

Karl-Eugen Weweler, Heimleiter des Marienheims in Warendorf

Karl-Eugen Weweler, Heimleiter des Marienheims in Warendorf, ist laut Caritas erschüttert, in welches Licht „wir in der Altenpflege gerückt werden“. Die Berichte sind nach seinen Worten „mehr als an den Haaren herbeigezogen.“ Im Marienheim habe es mehrere Corona-Infektionen gegeben und einige der Bewohner seien im Krankenhaus behandelt worden, wenn die Versorgung im Haus nicht mehr möglich gewesen sei. „Von einer Behandlung abzuraten, ist nie ein Diskussionsthema gewesen“, sagt Weweler.

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