Bürgermeister Jörn Möltgen begrüßt Resolutionsantrag
Tempo 50 an Kitas beim Kreis Coesfeld einfordern

Havixbeck -

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer auf der Kreisstraße 51 im Bereich der Kitas in Herkentrup hält Bürgermeister Jörg Möltgen für erforderlich. Deshalb unterstützt er das politische Vorhaben, in der nächsten Ratssitzung eine Resolution an den Kreis Coesfeld zu verabschieden.

Donnerstag, 28.01.2021, 06:00 Uhr
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h auf der K51 in Höhe der Kitas in Herkentrup hält Bürgermeister Jörn Möltgen für erforderlich. Deshalb unterstützt er den Resolutionsantrag.
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h auf der K51 in Höhe der Kitas in Herkentrup hält Bürgermeister Jörn Möltgen für erforderlich. Deshalb unterstützt er den Resolutionsantrag. Foto: Gemeinde Havixbeck

Bürgermeister Jörn Möltgen unterstützt das politische Vorhaben, in der nächsten Sitzung des Gemeinderates eine Resolution zu verabschieden, mit der der Kreis Coesfeld aufgefordert wird, für mehr Verkehrssicherheit am Kita-Standort an der Kreisstraße 51 in Herkentrup zu sorgen.

„Wir haben zwei Kindertagesstätten in einer prekären Verkehrssituation und werden diesen Standort wahrscheinlich sogar noch um zwei weitere Kita-Gruppen erweitern müssen, und das für wahrscheinlich eineinhalb bis zwei Jahre“, unterstreicht Möltgen in einer Pressemitteilung den dringenden Handlungsbedarf. Die Anzahl und das Ausmaß der vom Kreis gemessenen Geschwindigkeitsübertretungen machten deutlich, dass es hier nicht nur um eine subjektive oder gefühlte Gefahrensituation ginge, sondern dass eine konkrete Gefahrensituation für Kinder, Kita-Personal und Eltern bestünde.

Der Bürgermeister wirbt für Tempo 50 km/h begrenzt auf die Kita-Öffnungszeiten, weist jedoch darauf hin, dass die alleinige Regelungskompetenz bei der Kreisverwaltung liege. Die Gemeindeverwaltung habe hier keinerlei Befugnis, eine Geschwindigkeitsregulierung vorzunehmen. „Wir können leider nur Anträge stellen und an den Kreis appellieren, das haben wir jetzt mehrfach getan“, so Möltgen.

Aus Sicht des Bürgermeisters dürften rein formale Vorgaben in dieser besonderen Situation jedoch kein Hindernis darstellen, hier ein zeitlich begrenztes Tempolimit zum Schutz der Kleinsten einzuführen. „Rational betrachtet geht es für den Pkw-Fahrer um circa sechs Sekunden verlängerte Fahrtzeit, demgegenüber steht ein erheblicher Sicherheitsgewinn. Der Kreis hat aus meiner Sicht den erforderlichen Gestaltungsspielraum und sollte ihn auch nutzen“, so Möltgen.

Da die bislang erfolgten Anfragen beim Kreis immer wieder zu der Antwort geführt hätten, dass hier eine weitere Temporeduzierung nicht möglich sei, hofft Möltgen – quasi als letztes Mittel – nun auf ein starkes Zeichen vom Gemeinderat mit breiter Zustimmung der Fraktionen.

„Selbstverständlich können wir alle durch besondere Umsichtigkeit auch heute schon einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten“, wendet sich Möltgen an die Verkehrsteilnehmer. Freiwillig langsamer zu fahren, sei nicht verboten. Die Verwaltung geht davon aus, die provisorischen Kita-Gebäude spätestens in zwei Jahren auflösen zu können. Danach würde sich das Problem ja nicht mehr stellen.

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