Kellerbrand am Uhlandweg
Brandursache steht fest

Ascheberg -

Für die Freiwillige Feuerwehr Ascheberg und den Rettungsdienst war ein Kellerbrand am Uhlandweg ein größerer Einsatz. Die Polizei hat nun die Brandursache ermittelt.

Montag, 25.01.2021, 17:20 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 17:28 Uhr
Die Rauchentwicklung aus dem brennenden Kellerraum am Uhlandweg war enorm.
Die Rauchentwicklung aus dem brennenden Kellerraum am Uhlandweg war enorm. Foto: Tina Nitsche

Die Brandsachverständigen der Polizei im Kreis Lüdinghausen sind sich sicher. Sie haben als Ursache für einen Kellerbrand am Ascheberger Uhlandweg fahrlässige Brandstiftung ermittelt. Das teilte die Behörde am Montag mit.

Das Geschehen am vergangenen Donnerstag stellte sich so dar:

Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg bei einem Kellerbrand am Uhlandweg gestaltete sich schwierig. Sieben Bewohner des Hauses wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Zur Brandursache kann die Polizei am Morgen nach dem Brand noch keine Angaben machen.

„Das Feuer muss schon einige Zeit in einem Kellerraum gebrannt haben. Vermutlich ist durch die Hitze eine Scheibe geborsten, so dass Sauerstoff hinzugekommen ist“, berichtet Wehrführer Rainer Koch. Eine fünfköpfige Familie im Obergeschoss des Hauses habe sich nach dem Bemerken des Brandes nur noch über eine Garage und eine Leiter retten können. Der Familienvater habe dann zwei Bewohnerinnen aus dem Erdgeschoss nach draußen geholt. Als die drei gemeindlichen Löschzüge und ein Zug der Feuerwehr Lüdinghausen am Brandort eingetroffen seien, seien die Bewohner, die notärztlich behandelt wurden, nicht mehr in Gefahr gewesen.

80 Feuerwehrleute im Einsatz

Das Löschen gestaltete sich nicht ganz so einfach. „Der Keller war komplett verraucht. Das Team unter Atemschutz hat mit einer Wärmebildkamera nach dem Brandherd, der tatsächlich nur in einem Kellerraum war, gesucht. Dort herrschte eine große Hitze, so dass die Tür sich nicht so einfach öffnen ließ“, berichtet Koch. Von der Hitze habe auch ein zweiter Trupp, der das Erdgeschoss kriechend abgesucht habe, gesprochen. Unterstützend wurde mit einem Lüfter der Rauch aus dem Gebäude geblasen. Insgesamt seien acht Atemschutzteams für das Löschen im Gebäude gewesen. Der Einsatz dauerte gut drei Stunden, 80 Feuerwehrleute waren mit Rettungsdienst, Polizei und Kripo vor Ort.

„Wir hatten fünf Rettungswagen, einen Krankentransportwagen, zwei Notärzte und insgesamt 16 Leute vor Ort“, berichtet Rettungsdienstleiter Michael Hofmann. Akute Gefahr habe für die Bewohner nicht bestanden, die Gefahr durch Rauchgas sei aber nur schwer abzuschätzen. Deswegen seien die Bewohner vorsorglich in Krankenhäuser gebracht worden. Nach WN-Informationen habens sie am Morgen nach dem Brand die Hospitäler wieder verlassen dürfen.

Die Kripo und Brandsachverständige wollten sich gestern auf Spurensuche begeben, um die Brandursache zu ermitteln. Bis Redaktionsschluss gab es allerdings keine neuen Nachrichten.

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