Zweiter Impftermin im Malteserstift
150 Spritzen voller Hoffnung

Drensteinfurt -

Auf den Tag genau drei Wochen nach der ersten Impfung ist das Team des Ärztehauses am Amtshofweg am Mittwoch erneut zum Malteserstift St. Marien ausgerückt. Es galt, den Bewohnern und Beschäftigten dort die nötige zweite Dosis des Corona-Impfstoffes zu verabreichen. In etwa einer Woche soll laut Hersteller dann der volle Schutz gegen Covid-19 gegeben sein.

Donnerstag, 21.01.2021, 09:04 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 09:10 Uhr
Auf „Geselligkeit“, wie oben rechts zu lesen, mussten auch die Bewohner des Malteserstifts lange verzichten. Durch die Impfung steigt nun die Hoffnung auf eine langsame Rückkehr zu mehr Normalität.
Auf „Geselligkeit“, wie oben rechts zu lesen, mussten auch die Bewohner des Malteserstifts lange verzichten. Durch die Impfung steigt nun die Hoffnung auf eine langsame Rückkehr zu mehr Normalität. Foto: Nicole Evering

Aufregende Wochen liegen hinter Hausleiterin Jeanette Möllmann und ihrem Team. Als eins der ersten Heime im Kreis hatte das Stift einen Tag vor Silvester die ersehnte Lieferung des Biontech/Pfizer-Impfstoffes bekommen. Nachdem Land und Bund den Impffahrplan festgezogen hatten, hatten sich Ärztin Dr. Birgit Salomon und Jeanette Möllmann noch an Heiligabend kurzgeschlossen, um das weitere Vorgehen abzusprechen. So gut vorbereitet, bekam das Drensteinfurter Seniorenheim schnell Bescheid, dass dort zeitnah geimpft werden könne. „Da haben wir auch Glück gehabt“, sagt Möllmann und erhofft sich durch die Impfung nun ganz langsam eine Rückkehr zu etwas mehr Normalität.

75 Prozent der Mitarbeiter und sogar 100 Prozent der Bewohner hatten im Vorfeld in die Impfung eingewilligt. Weil dann aber noch ein Teil der 150 angelieferten Dosen übrig geblieben war, durften – nach Rücksprache mit dem Kreis-Gesundheitsamt – auch noch 20 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in den Genuss der Impfung kommen. Sie holten sich ihre zweite Spritze dann gestern Nachmittag ab.

Gegen Mittag war die tiefgekühlte Lieferung im Stift angekommen. „Behütet wie ein Schatz“, sagt Jeanette Möllmann mit einem Schmunzeln. Nach dem Auftauen blieben dann nur wenige Stunden Zeit, um den Wirkstoff zu verabreichen. Die fertig aufgezogenen Spritzen sortierten die Mitarbeiter des Ärztehauses fein säuberlich auf Tabletts, versehen mit den entsprechenden Uhrzeiten, um den Überblick zu behalten, welches als nächstes an der Reihe ist.

Nur leichte Nebenwirkungen

In der Cafeteria des Hauses hatten sich derweil auch Sanitäter des Malteser-Hilfsdienstes vorbereitet, um im Fall der Fälle – als eine seltene Nebenwirkung kann bei Allergikern ein anaphylaktischer Schock auftreten – eingreifen zu können. Beim ersten Termin war dies nicht nötig geworden. Und bis auf leichte Kopfschmerzen oder einen druckempfindlichen Arm, wo die Spritze gesetzt worden war, habe es auch keine Nebenwirkungen bei Bewohnern oder Beschäftigten gegeben, berichtet Möllmann erfreut.

Sie hat beim Kreis-Gesundheitsamt auch schon einen Antrag auf Impfstoff für die Gäste der neuen „Malteser Tagespflege im Hotel“ zur Post gestellt. Sie hofft, dafür schon in der kommenden Woche grünes Licht zu bekommen.

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