Im Wald weihnachtet es wieder
„Heinzelmännchen“ sind in Tecklenburg unterwegs

Tecklenburg -

Weihnachtlich geschmückte Bäume, eine Krippe – im Wald am Hermannsweg geht es stimmungsvoll zu.

Donnerstag, 03.12.2020, 21:15 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 21:18 Uhr
Mit Weihnachtsschmuck behängt, fällt dieser Baum im Wald sofort auf. Darunter steht links eine Wunschzettel-Box.
Mit Weihnachtsschmuck behängt, fällt dieser Baum im Wald sofort auf. Darunter steht links eine Wunschzettel-Box. Foto: Rainer Budke

Im Wald duftet es nach Winter. Das Laub raschelt unter den Füßen der Spaziergänger, die die frische Luft und die besondere Stimmung genießen: Im Dezember, wenn – zumindest wochentags – nicht so viel los ist auf den beliebten Wanderwegen, lässt es sich herrlich „baden“ zwischen den Bäumen. Und man kann so manches entdecken. Das gilt besonders auf dem Hermannsweg zwischen Tecklenburg und Brochterbeck. Denn dort geht es weihnachtlich zu.

Seit Jahren fleißig

Für so manchen ist es ein besonderer Aha-Effekt, wenn er auf einmal einen festlich geschmückten Baum mitten im Wald entdeckt. Und eine Krippe. Und einen weiteren Baum, an dem bunte Kugeln hängen.

Seit Jahren sind nämlich „Heinzelmännchen“ fleißig und sorgen für den weihnachtlichen Schmuck. Und wie es bei Heinzelmännchen so üblich ist, wollen sie nicht entdeckt und auch nicht mit Namen genannt werden. Zu ihnen gehören zwei Freundinnen aus Tecklenburg, die sich seit zehn Jahren regelmäßig zum Beginn der Adventszeit auf den Weg machen, um im Wald für eine besondere Stimmung zu sorgen.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern die goldene Treppe hinaufgehen, sollen sie oben geschmückte Bäume sehen.

Rainer Budke

Wie sie auf die Idee gekommen sind? „Früher gab es eine Frauengruppe aus Brochterbeck, die regelmäßig einen Baum geschmückt hat“, erzählt eines der Heinzelmännchen im Telefonat mit dieser Zeitung. Das war für sie eine gute und lohnenswerte Anregung, denn die Reaktionen, die sie erfahren, sind durchweg positiv. „Ach, ist das schön, dass sie das machen“, habe eine Frau gelobt, die die beiden Heinzelmännchen beim Schmücken „erwischt“ hat.

Vandalismus haben die beiden Freundinnen noch nicht erlebt, bislang ist alles heil geblieben. Nur im ersten Jahr, da habe sie in bunte Folie verpackte Päckchen an den Baum gehängt. „Die waren nach einem Tag weg.“

Immer der selbe Baum

Es ist immer der selbe Baum, den die beiden Frauen in einen Hingucker verwandeln. Und eigentlich hoffen sie, dass sich auch andere daran ein Beispiel nehmen und den Wanderern eine weihnachtliche Überraschung bescheren. In der Tat sind die beiden nicht die Einzigen geblieben. Seit einigen Jahren betätigen sich auch Hannelore Eberth und Rainer Budke als Heinzelmännchen. Ebenfalls am Hermannsweg zwischen Tecklenburg und Brochterbeck, aber weit genug entfernt von dem anderen Baum, so dass der Überraschungseffekt bleibt.

Er habe die „Goldene Treppe“ mit einbinden wollen, erzählt Budke. „Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern hinaufgehen, sollen sie oben geschmückte Bäume sehen.“ Und nicht nur dass: Eine Krippe, die Yara Jebsen aufgestellt hat, gilt es ebenso zu entdecken wie eine Box, in die die Mädchen und Jungen ihre Wunschzettel stecken können. Die wird natürlich regelmäßig geleert.

Anfang nächsten Jahres, zum Dreikönigstag, wird alles wieder weggeräumt. Und wer weiß, vielleicht hoppelt dann ja schon bald der Osterhase durch den schönen Tecklenburger Wald.

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