DRK-Familienzentrum „Am Schloss“ öffnet auch samstags
„Eltern den Rücken frei halten“

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Entlastung für gestresste Eltern in Corona-Zeiten versprechen sich die Verantwortlichen der DRK-Kita „Am Schloss“ von einem zusätzlichen Angebot – der Samstagsöffnung. Von 8 bis 13 Uhr können sich die Knirpse in der Kita zum Spielen treffen. So wolle man den Eltern den Rücken frei halten, sagt Kita-Leiter Eugen Scholle.

Montag, 16.11.2020, 09:00 Uhr
Ganz individuell und flexibel werden die Kinder samstags in einer Kleingruppe von zwei Erzieherinnen betreut. Lisa Sauerland (l.) und ihre Kollegin Angie Rowoldt hoffen, dass sich das neue Angebot in der Einrichtung auf Dauer etabliert.
Ganz individuell und flexibel werden die Kinder samstags in einer Kleingruppe von zwei Erzieherinnen betreut. Lisa Sauerland (l.) und ihre Kollegin Angie Rowoldt hoffen, dass sich das neue Angebot in der Einrichtung auf Dauer etabliert. Foto: Siegmar Syffus

Homeoffice und so manch andere Corona-bedingte Belastungen in Verbindung mit Kinderbetreuung: Gestresste Eltern können seit Monaten ein nicht gerade fröhliches Liedchen davon singen. Ein wenig von dem durch die Pandemie entstandenen Druck möchte das DRK-Familienzentrum „Am Schloss“ abfangen und bietet nunmehr auch samstags von 8 bis 13 Uhr eine zusätzliche Öffnungszeit an.

„Die zusätzliche Zeit ist ein Bonus, um die Familien zu entlasten“, betont Eugen Scholle. „Für diese Flexibilisierung gewährt uns das Kreisjugendamt in diesem Kindergartenjahr einen entsprechenden Zuschuss. Zusammen mit dem Kreisjugendamt werden wir dann den Bedarf und den Erfolg des Projektes evaluieren, um das Angebot gegebenenfalls auch 2021/2022 fortsetzen zu können“, erläutert der Kita-Leiter.

Bisher war die Tageseinrichtung insgesamt 52,5 Stunden in der Woche geöffnet: montags von 7 bis 17 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 7 bis 18 Uhr sowie freitags von 7 bis 16.30 Uhr. Jetzt ist der DRK-Kindergarten sogar 57,5 Stunden wöchentlich geöffnet.

„Wir hätten die zusätzlichen Zeiten auch innerhalb der Woche vorne oder hinten an einzelne Tage anhängen können, haben uns aber bewusst für die zusätzliche Öffnung am Samstag entschieden“, hebt Scholle hervor. Denn gerade am wohlverdienten Wochenende solle Eltern „der Rücken frei gehalten werden“, um Einkäufe, Gartenarbeit und einen Gang zum Friseur entspannt erledigen zu können – oder sich eine Zeit zu zweit gönnen zu können.

Nicht nur den Eltern, sondern auch den Mädchen und Jungen bieten sich durch das neue Angebot zusätzliche Möglichkeiten: „Die Kinder können gruppenübergreifend miteinander spielen und haben den ganzen Kindergarten für sich zur Verfügung“, hebt die stellvertretende Kita-Leiterin Lisa Sauerland hervor. „Und es ist eine sehr individuelle und flexible Betreuung“, ergänzt ihre Kollegin Angie Rowoldt. So nutzen die Erzieherinnen beispielsweise an einem Samstag das schöne Herbstwetter dazu, um mit den Kindern „Pferde in Schölling zu besuchen“, wie Gruppenleiterin Roswitha Breuer berichtet.

Im wöchentlichen Wechsel steht die zusätzliche Öffnungszeit einmal für die bis zu Dreijährigen und einmal für die Drei- bis Sechsjährigen der Einrichtung zur Verfügung. Bis zu zehn unter Dreijährige beziehungsweise bis zu 15 Drei- bis Sechsjährige werden an den jeweiligen Samstagen von zwei Erzieherinnen betreut. Bisher wird das Angebot noch längst nicht voll ausgeschöpft. Das Team hofft allerdings, dass die Nachfrage bei den Eltern in den nächsten Wochen wächst und sich die Samstagsöffnung in der Einrichtung etabliert.

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