Halloween nach den AHA-Regeln
Eine coronagerechte Grusel-Variante

Ascheberg -

Halloween lieben und die Corona-Regeln einhalten. Die Familie Bludau hat einen Weg gefunden, der mit Gruselfaktor für das passende Gefühl sorgt.

Samstag, 31.10.2020, 17:06 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 17:10 Uhr
60 Tüten haben die Bludaus schon Halloweenmäßig verziert und mit Süßem gefüllt. Coronatauglich werden diese heute in ihrem Vorgarten an der Dr. Pistorius Straße platziert, um vor allem Kindern eine Halloween-Freude zu bereiten.
60 Tüten haben die Bludaus schon Halloweenmäßig verziert und mit Süßem gefüllt. Coronatauglich werden diese heute in ihrem Vorgarten an der Dr. Pistorius Straße platziert, um vor allem Kindern eine Halloween-Freude zu bereiten. Foto: Tina Nitsche

Schon im Hausflur der Familie Bludau seilen sich schwarze Riesenspinnen ab. Drinnen in der Wohnung: Schaurige Geräusche und was krabbelt da an der Wohnzimmerwand hoch? Eine Spinne! Der Tisch im Wohnraum ist übersät mit zahlreichen Utensilien. Denn die vier Bludaus stecken mitten in besonderen Vorbereitungen. „Schließlich ist am Samstag Halloween“, sagt die kleine Ida und greift wie ihr Bruder Michel zum Schnitzmesser. Auch Mama Anna scheut die Arbeit nicht, ebenso wie ihr Mann Patrick. Es ist ein Familienprojekt was das Quartett da plant, um anderen am heutigen Samstag eine große Freude zu bereiten.

„Eigentlich war es ja Idas Idee“, verrät Patrick Bludau und seine Frau ergänzt: „Meine Tochter wollte Halloween einmal anders erleben, sie wollte mal selbst an der Tür stehen und die Kids erschrecken“. Und genau das war dann „mein Einsatz“, gibt Patrick Bludau grinsend zu. Die Devise des großen Halloween-Fans: „Dann fahren wir so richtig auf.“ Gesagt, getan. Gemeinsam stöberte die Familie online nach den passenden Requisiten. „Und der Einkaufskorb hat sich rasant gefüllt“, erinnern sich die Eheleute noch ganz genau. Was sie damals noch nicht wissen konnten: Das sich Halloween im Jahr 2020 ganz anders gestaltet als sonst.

100 Prozent Corona tauglich

„Aber wir lieben Halloween und gerade in diesem Jahr mussten auch Kinder so viele Einschränkungen hinnehmen, das hat uns dann auf eine Idee gebracht“, sagt Anna. Sie planen nun für den heutigen Samstag ein ganz anderes Halloween. Eines das sich komplett an den AHA-Regeln orientiert, also zu 100 Prozent Corona tauglich ist und den Kids, die ab 18 Uhr an der Dr. Pistorius Straße entlangkommen, dennoch eine herrlich gruselige Halloween-Freude beschert. „Von Tür zu Tür gehen fällt ja irgendwie flach, deshalb die Vorgartenvariante ohne direkte Kontakte“, so die Bludaus. Michel bekräftigt überdies: „Ich möchte einfach nicht, dass Kinder in dieser außergewöhnlichen Zeit auch noch den Spaß an Halloween verlieren. Deshalb machen wir das eben in diesem Jahr Corona tauglich im Vorgarten.“

Und eines sei an dieser Stelle schon verraten: Süßes oder Saures ist dabei natürlich auch ein Thema. „Fünf Kilo Süßigkeiten haben wir eingekauft“, verrät Anna. Dann sind die Süßwaren in liebevoll gestalteten Tütchen abgepackt worden. „Da“, weißt Michel Bludau auf das Sideboard, „wir haben schon 60 Tüten gepackt.“ Jedes Kind, das dann heute Abend an der Dr. Pistorius Straße vorbeikommt, das wird den Halloween trächtigen Garten kaum verfehlen, und darf sich da natürlich auch eine Tüte Süßes mitnehmen, die dort überall verteilt sind.

Geister und Hexen im Vorgarten

Seine Schwester Ida zählt unterdessen schon die Stunden. Und ja, Bauchschmerzen hat sie auch schon gehabt. „Wegen Corona“, erklärt das kleine Mädchen und Mama Anna ergänzt: „Sie hatte schon echte Sorge, das selbst diese geplante Halloween-Version nun ins Wasser fällt.“ Aber dem ist nicht so. Für die Bludaus bleibt noch einiges zu tun. Denn sie haben sich eine ganze Menge vorgenommen. „Hier damit es richtig schön schaurig wird“, präsentiert Ida eine echt gruselig abgehackte und blutüberströmte Hand.

Mit was die Halloween begeisterte Familie noch alles aufwartet, das wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur so viel: Geister und Hexen tümmeln sich auch im Vorgarten, der dann auf markierten Wegen denjenigen vorbehalten ist, die heute Abend dort vorbeikommen. Zum Gruseln, zur Begegnung mit schaurigen Gestalten (denn die Bludaus verkleiden sich selbstverständlich) und nicht zu vergessen: Die Spinnen, die bahnen sich natürlich auch den Weg von der Wohnzimmerwand und vom Flurgeländer hinaus in den Vorgarten.

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