IHK Nord Westfalen schaltet Finanzierungshotline wieder frei
„Hilfen schnell und unbürokratisch umsetzen“

Münster -

Die erneute Schließung von Gastronomie und Freizeitbetrieben wegen der Corona-Pandemie wirft für die betroffenen Unternehmen viele Fragen auf. Die IHK Nord Westfalen hat deshalb wieder ihre Hotline freigeschaltet. Und hat auch eine Meinung zu den beschlossenen Maßnahmen.

Donnerstag, 29.10.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 17:01 Uhr
Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen, und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel boten den Unternehmen am Donnerstag die Hilfe der Kammer bei Fragen rund um die Corona-Hilfen an.
Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen, und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel boten den Unternehmen am Donnerstag die Hilfe der Kammer bei Fragen rund um die Corona-Hilfen an. Foto: IHK Nord Westfalen

Dr. Fritz Jaeckel unterstützt die Beschlüsse zu den pandemiebedingten Einschränkungen, die Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch beschlossen hatten – inklusive des finanziellen Ausgleichs in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes, der an die betroffenen Unternehmen fließen soll. „Das ist eine zielgerichtete Maßnahme, die vielen Betrieben über die vierwöchige Schließung hinweghelfen kann, wenn sie schnell und unbürokratisch umgesetzt wird“, betonte der Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen am Donnerstag in einer Videokonferenz.

Die IHK erneuerte die Forderung, die Möglichkeit zur Verlustverrechnung auf Dauer zu erweitern. „In der Corona-Krise sollte unmittelbar ein unbegrenzter Verlustrücktrag in alle noch offenen Jahre möglich sein“, heißt es im Positionspapier der Vollversammlung. Die vollständige Verlustverrechnung soll danach durch Abschaffung der aktuell geltenden Beschränkungen dauerhaft gesetzlich erweitert und auf die Gewerbesteuer ausgeweitet werden. „Dieses Instrument ist auf Grund seiner Qualität und seiner schnellen Wirksamkeit besonders wichtig“, erläuterte IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer.

Um aktuell aufkommende Fragen der Mitgliedsunternehmen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region zu den Beschlüssen zu beantworten, schaltet die IHK ihre zentrale Finanzierungshotline mit der Rufnummer 0251/707-111 ab Freitag wieder frei.

Die angeordnete vierwöchige Schließung der gastronomischen Betriebe trifft auch den Einzelhandel in der Region. IHK-Vizepräsident Michael Radau fürchtet deutlich geringere Passantenfrequenzen in den Innenstädten. Nach der Erholung des Handelsumsatzes im Sommer, habe der Handel schon durch die steigenden Infektionszahlen in den vergangenen zwei Wochen Einbußen hinnehmen müssen. „Das geht jetzt weiter“, fürchtet Radau. Laut Jaeckel hat sich nach einer IHK-Erhebung die Passantenfrequenz im Lauf des Sommers zwar erholt. „Aber sie liegt unter dem Vorjahresniveau.“

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