Naturschutzgebiet Rüenberg
Müll illegal entsorgt – trotz legaler Angebote

Gronau -

Immer wieder wird Müll in die Landschaft gekippt. Dabei gibt es genug Möglichkeiten, Abfall ohne schlechtes Gewissen zu entsorgen. Oft kostenlos, und wohl immer günstiger als ein zu erwartendes Bußgeld.

Dienstag, 27.10.2020, 08:39 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 09:55 Uhr
Diesen Müll hinterließ der Fahrer eines dunklen SUV im Rüenberg.
Diesen Müll hinterließ der Fahrer eines dunklen SUV im Rüenberg. Foto: Bettina Krämer

Der ältere Herr fuhr mit seinem SUV am Samstagnachmittag über den Verbindungsweg zwischen In der Kiwittheide und dem Hermann-Löns Weg. Das kam Bettina Krämer schon seltsam vor, weil der Weg nur selten befahren wird. Wie sich herausstellen sollte, suchte der Fahrer offensichtlich nur eine abgelegene Stelle, wo er unbeobachtet Müll entsorgen konnte. „Plastikmüll, eine blaue Sandkastenmuschel, defekte Reste eines Komposters und anderen Schrott hat er einfach an den Wegesrand des Naturschutzgebietes geworfen“, sagt sie.

Dabei war der Autofahrer sich offensichtlich bewusst, dass er etwas Illegales tat: Denn als er merkte, dass Bettina Krämer, die mit ihrer Tochter einen Spaziergang machte, ebenfalls auf den Weg einbog, machte er sich schnell davon. „Leider war er so schnell weg, dass wir sein Nummernschild nicht erkennen konnten“, bedauert die Gronauerin.

Immer wieder wird illegal Müll in Straßengräben, Wäldchen, im Venn oder anderen abgelegenen Orten abgelegt. Sogar – wie in diesem Fall – in Naturschutzgebieten. Dabei gibt es für private Haushalte Möglichkeiten genug, ohne schlechtes Gewissen Müll zu entsorgen – meist sogar kostenfrei – zumindest günstiger als das Bußgeld, das zu erwarten ist, wenn man erwischt wird.

Der Wertstoffhof des Kreises an der Eper Straße nimmt aus privaten Haushalten kostenfrei Altholz (Möbel), Altkleider, Altmetall, Altpapier/Kartonagen, Batterien, CDs/DVDs, Elektroschrott, Energiesparlampen, Flaschenkorken, Grünabfall (Pkw-Kofferraumladung), Hartkunststoffe, Hohlglas, Kühlgeräte, Leuchtstoffröhren, Sperrmüll, Toner/Druckerpatronen und Verkaufsverpackungen in haushaltsüblichen Mengen an.

Kostenpflichtig sind die Abgabe von Bauschutt (15 Euro pro Kubikmeter), Baumischabfall (wie zum Beispiel Bodenbeläge, Fenster mit und ohne Glas, Rigips), was 50 Euro pro Kubikmeter kostet, und Pkw- und Lkw-Reifen (drei bzw. acht Euro pro Stück).

Stoffe, die die Umwelt belasten, können mindestens einmal monatlich kostenlos am Schadstoffmobil abgegeben werden.

Und für Haushaltsmüll, der nicht in die eigene graue Tonne passt, können graue Säcke im Einzelhandel erworben werden.

Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland informiert auf ihrer Internetseite www.egw.de über die Standorte der Wertstoffhöfe, die Termine des Schadstoffmobils und gibt noch viele weitere Tipps. So gibt es einen Ratgeber, der von A wie Abbeizmittel bis Z wie Zwiebelschalen aufführt, welche Abfälle wo entsorgt werden können.

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