Land hält an Ausbau von B 51 und B 64 fest
NRW-Verkehrsminister Wüst: Mehr Züge und Radwege reichen nicht

Münster/TelGte -

Ungeachtet der Proteste gegen den Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte und der B 64 bis Bielefeld hält die Landesregierung an den Plänen fest.

Donnerstag, 22.10.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 20:45 Uhr
Land hält an Ausbau von B 51 und B 64 fest: NRW-Verkehrsminister Wüst: Mehr Züge und Radwege reichen nicht
NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) Foto: dpa

Schon jetzt würden auf dieser Strecke rund 19.500 Fahrzeuge täglich gezählt, bis 2030 sei mit einer deutlichen Zunahme zu rechnen, argumentiert NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Grünen-Anfrage. Allein zwischen Münster und Handorf würden bis dahin 35.500 Fahrzeuge, 10.000 mehr als heute, prognostiziert.

Diese Zunahme könne auch durch den Ausbau der Radwege und einen dichteren Takt im Schienenverkehr nicht kompensiert werden. „Eine Verlagerung von Verkehr auf andere Verkehrsträger in einer Größenordnung, die eine Realisierung der Maßnahme entbehrlich machen, ist nicht zu erwarten“, schreibt der Minister.

Ohnehin sei die Strecke Teil des dringend benötigten Gesamtausbaus der Achse Münster–Bielefeld im Zuge der B 64, der im Bundesverkehrswegeplan festgehalten sei. Dem vom Grünen-Fraktionsvorsitzenden Arndt Klocke in Feld geführten Widerstand von Anwohnern hält Wüst eine Initiative von Pendlern und Unternehmen entgegen, die den Ausbau der von 40 Ampeln, mehr als 100 Bahnübergängen und vielen Kreuzungen gesäumten Strecke unterstützten.

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