Strenge Corona-Regeln
Ausnahmen für einzelne Orte möglich?

Kreis Warendorf -

Landrat Dr. Olaf Gericke bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die verschärften Coronaregeln. Gleichzeitig hofft er, in Abstimmung mit dem Land Ausnahmen für nicht oder kaum betroffene Orte erreichen zu können.

Sonntag, 18.10.2020, 10:00 Uhr
Landrat Dr. Olaf Gericke bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die verschärften Coronaregeln. Gleichzeitig hofft er, in Abstimmung mit dem Land Ausnahmen für nicht oder kaum betroffene Orte erreichen zu können.
Landrat Dr. Olaf Gericke bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die verschärften Coronaregeln. Gleichzeitig hofft er, in Abstimmung mit dem Land Ausnahmen für nicht oder kaum betroffene Orte erreichen zu können. Foto: Kreis Warendorf

Der Kreis Warendorf prüft mögliche Ausnahmen von strengeren Corona-Regeln für kaum betroffene Orte im Kreis. Am Freitagabend war die neue Coronaschutzverordnung des Landes bekannt geworden. „Diese sieht jetzt unter anderem mögliche Ausnahmen von den strengeren Regeln für einzelne Orte vor, in denen es kein nennenswertes Infektionsgeschehen gibt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. „Wir werden diese neue Möglichkeit genau prüfen und Anfang der Woche nach Rücksprache mit der Bezirksregierung und dem Landeszentrum für Gesundheit entscheiden, welche Orte im Kreisgebiet wir von den verschärften Vorschriften ausnehmen können.“ Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßt die neue Regelung sehr. „Ich hätte sie mir schon viel früher gewünscht“, sagte der Landrat mit Rückblick auf den Tönnies-Ausbruch im Juni, der nur einige Orte betraf und bekanntlich dennoch für den gesamten Kreis zum Lockdown führte. „Das ist eine gute Nachricht. Sobald es die Chance gibt, Ausnahmen festzulegen, werden wir sie nutzen“, so der Landrat.

Seit Samstag gilt der Kreis Warendorf wie berichtet als Risikogebiet, weil die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz bei 52,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern liegt. Bei den neuen, verschärften Corona-Vorgaben gibt es eine Übergangsregelung. Die betrifft private Feiern im öffentlichen Raum, also etwa in Gaststätten oder Restaurants. Bis Sonntagabend dürfen sich bis zu 50 Personen zu solchen Feiern treffen, hieß es am Samstagmittag von der Kreisverwaltung.

Ab Montag sind dann nur noch Privatfeiern mit maximal zehn Teilnehmern möglich. Die strengere 10-Personen-Regelung gilt an diesem Wochenende zunächst nur in Ahlen, wo weiterhin verschärfte Sonderregeln in Kraft sind. Ab Montag gilt diese strengere Regelung dann im ganzen Kreis.

Die aktualisierten verschärften Regeln für den Kreis Warendorf:

Erweiterungen der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes: Dies gilt auch draußen überall dort, wo Menschen dichter zusammenkommen, sowie in öffentlichen Gebäuden. Begrenzung der Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen (Sport, Theater, Kino. . .) auf 100 Personen. Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Grünanlagen u.ä.) auf maximal fünf Personen aus verschiedenen Haushalten Einführung einer Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr für Gastronomiebetriebe sowie ebenfalls ab 23 Uhr ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol auch in Geschäften und an anderen Verkaufsstellen.

Ab dem heutigen Montag verbindliche Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Feiern auf zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum (z.B. Gaststätten). Zudem wird empfohlen, Treffen in privaten Räumen auf ein Minimum zu beschränken.

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