Ordnungsamt informiert
Zwei Wochen Quarantäne trotz Negativ-Test

Senden -

Reiserückkehrer aus Risikogebieten können die Quarantänefrist durch ein negatives Testergebnis verkürzen. Anders verhält es sich bei 174 Schülern am Gymnasium in Senden. Sie müssen die angeordnete häusliche Quarantäne vollständig ableisten. Das Ordnungsamt der Gemeinde Senden erklärt, warum. 

Freitag, 25.09.2020, 11:58 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 14:48 Uhr
Das Sendener Joseph-Haydn-Gymnasium: 174 Schülerinnen und Schüler müssen in häuslicher Quarantäne bleiben und erhalten Distanz-Unterricht.
Das Sendener Joseph-Haydn-Gymnasium: 174 Schülerinnen und Schüler müssen in häuslicher Quarantäne bleiben und erhalten Distanz-Unterricht. Foto: di

Bei routinemäßigen Kontrollen des Lehrerkollegiums wurde am Mittwoch eine Lehrkraft des Joseph-Haydn-Gymnasium  positiv auf Corona getestet. Das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld ordnete daraufhin für insgesamt 174 Schülerinnen und Schüler, die als Kontaktpersonen ersten Grades (K1) eingestuft worden sind, eine häusliche Quarantäne an.

Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler gilt eine zweiwöchige Quarantänefrist, die ab dem Zeitpunkt des letzten Kontakts mit der infizierten Lehrkraft beginnt. „Die Quarantäne muss dabei vollständig abgeleistet werden und kann nicht durch einen negativen Corona-Test verkürzt werden”, erklärt Holger Bothur, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Ordnung, in der Pressemitteilung der Gemeinde Senden. „Anders als beispielsweise bei Rückkehrern aus Risikogebieten geht es hier nicht um einen abstrakt möglichen Kontakt, sondern hier liegt ein konkret bestätigter Kontakt zu einer erkrankten Person vor“, macht Bothur den Unterschied deutlich.

Post an Familien geht jetzt heraus

Neben der bereits mündlich erteilten Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt erhalten die betroffenen Schülerinnen und Schüler in den nächsten Tagen auch eine schriftliche Bestätigung der Quarantäneverfügung mit weiteren Informationen und den genauen Fristsetzungen von der Gemeinde Senden. „Uns liegt bereits der größte Teil der Namen der Schülerinnen und Schüler vor. Daher arbeiten mit Hochdruck daran, die Quarantäneverfügungen noch heute in die Post zu geben, so dass sie so schnell wie möglich förmlich zugestellt werden können, so Bothur zum weiteren Verfahren.

Geringeres Risiko für Kontaktpersonen zweiten Grades

Für Kontaktpersonen zweiten Grades, wie die Eltern und Geschwisterkinder der betroffenen Schülerinnen und Schüler, wird das Infektionsrisiko gemäß der Vorgaben des Robert Koch Instituts (RKI) weiterhin als gering eingestuft. Besondere Vorgaben oder Einschränkungen gibt es für diese Personengruppen derzeit nicht. Die Schülerinnen und Schüler werden in der Zeit der Quarantäne über das bereits aus der Zeit der Schulschließungen erprobte Distanzlernen unterrichtet. Informationen darüber gibt die Schule per E-Mail an die Eltern heraus.

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