Wegen Corona
Dickes Loch im Etat des Bistums

Münster -

Das Bistum Münster rechnet 2021 mit einem Haushaltsdefizit von über 10 Millionen Euro. Wie die bischöfliche Pressestelle am Montag berichtete, hat der Kirchensteuerrat den Haushaltsplan 2021 für den nordrhein-westfälischen Teil des Bistums beschlossen. Das geht für das kommende Jahr von Einnahmen von 665,4 Millionen Euro und Ausgaben von 675,8 Millionen Euro aus

Montag, 21.09.2020, 14:15 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 14:35 Uhr
Wegen Corona: Dickes Loch im Etat des Bistums
Foto: Oliver Werner

Das Bistum will an sein Erspartes gehen, um das so entstehende Defizit zu bezahlen. Hauptgrund für das erwartete Defizit ist nach den Worten von Finanzdirektor Ulrich Hörsting die Corona-Pandemie. Durch weniger Beschäftigung sinkt die Lohn- und Einkommensteuer, die an die Kirchensteuer gekoppelt ist und die ebenfalls sinken wird.

Unabhängig davon habe das Bistum bereits vor Corona einen Spar- und Strategieprozess begonnen. Der sei wegen des demografischen Wandels, der Kirchenaustritte und der damit zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen nötig. Um die fehlenden Einnahmen auszugleichen, müsse das Bistum bis 2025 strukturelle Einsparungen von 32,7 Millionen Euro im Vergleich zum Haushaltsplan 2020 erzielen . Das solle durch Einsparungen im Personal- und Sachkostenbereich ausgeglichen werden.

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