Heimat in bewegten Bildern
Frank Simons setzt Ascheberg und die Natur in Szene

Ascheberg -

Mit den üblichen Wackel-Videos fing es an. Frank Simons hat sich aber schnell weiterentwickelt. Seine Videos über Ascheberg und die Davert werden in sozialen Netzwerken gefeiert. Natur und Umwelt liegen dem Ascheberger besonders am Herzen.

Freitag, 18.09.2020, 18:00 Uhr
Frank Simons liebt die Natur und ist oft mit der Kamera auf Motivjagd.
Frank Simons liebt die Natur und ist oft mit der Kamera auf Motivjagd. Foto: Tina Nitsche

Die Sonnenblumen recken ihre Köpfe gen blauen Himmel. Die Störche breiten ihre Flügel aus, Heckrinder blicken neugierig und eine Biene erkundet die lilafarbenen Blüten einer Blume…. Die Davert, aber auch das Venner Mohr sowie der Ichterloher Forst sind vielfältig, was ihre Bewohner anbelangt. Frank Simons weiß das. Und er liebt diese kleinen Naturschauspiele. Mehr noch, er fängt sie ein. Mit der Kamera. Viele kleine Szenen ergeben dann ein großes Ganzes in Form eines Films. Viel Arbeit, ohne Frage. Und vor allem Arbeit, die für viele auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich ist. Für Frank Simons allerdings handelt es sich dabei vor allem um Leidenschaft.

Der Ascheberger liebt die Natur und rückt sie deshalb mehr als gerne in den Focus. „Auch um zu zeigen, wie wichtig der Erhalt unserer Natur ist“, sagt er. Das Filmen ist für den Ascheberger ein erklärtes Hobby. Eines, das Kreativität und unterschiedliche Sichtweisen beinhaltet. „Und eines das spannend ist“, gibt er zu. Angefangen hat alles vor drei Jahren. „Da habe ich mal mit dem Handy angefangen zu filmen und die Filme über eine App auf dem Handy auch geschnitten.“

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Heute ist er mit seiner Lumix unterwegs. Zum Equipment zählt ferner eine kleine Drohne, die bequem in die Hosentasche passt. Doch die Ausrüstung alleine macht den Erfolg nicht aus. „Man braucht ein offenes Auge und muss auch flexibel sein“, verrät der Hobbyfilmer. Was er damit meint? „Na ja, man muss die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.“ Einer, der er es ihm vormacht ist seine Continental Bulldogge Anton. Der Hund ist oft mit von der Partie, wenn sein Herrchen durch die Natur streift. „Und wenn man die Welt aus seinem Blickwinkel betrachtet, dann entdeckt man Dinge, die man sonst gar nicht sehen würde.“

 Was bei der Erstellung seiner Naturfilme, an denen er über die Sozialen Medien auch die Öffentlichkeit teilhaben lässt, vor allem aber auch notwendig ist, „ist eine große Portion Geduld“, sagt Frank. Und diese Geduld muss er auch anschließend am Rechner aufbringen. „Das dauert bis Bilder und Sequenzen in die richtige Reihenfolge gebracht sind“, verrät er. Zumal auch die Bearbeitungen stimmig sein müssen. „Das fängt beim farblichen Aufbau an und endet mit der passenden Musikauswahl, mit der die Filme dann unterlegt werden.“ Bei der Musikauswahl achtet er peinlich genau darauf, dass er solche Musik wählt, die er verwenden darf. Längst nicht alles was ihm so gefällt, kann er ohne weiteres verwenden. „Da gibt es schließlich Vorgaben, wenn es um die Veröffentlichung geht.“

Er selbst betrachtet sich „eher als den kreativen Künstler. Ich gehe nicht alles mathematisch an, sondern mache viel aus dem Bauch raus.“ Auf der anderen Seite begutachtet er seine Werke dann sehr selbstkritisch und sieht dabei viele kleine Dinge, die dem Betrachter nicht einmal auffallen würden. Auf seinem Rechner lagern mittlerweile viele Sequenzen. Längst nicht alle sind verarbeitet. Aber aus dem Material, das im Zeitraum von drei Jahren zusammengekommen ist, lässt sich etwas zaubern. „Eine Tagesgeschichte zum Beispiel, die mit dem Morgentau beginnen könnte.“ Für solche Bilder steht Frank Simons auch gerne früh auf. „Da ist er Sonntagmorgens durchaus auch schon mal um fünf Uhr mit der Kamera in der Davert unterwegs“, verrät seine Frau Jessica lachend.

Dabei bleibt Simons dann immer auf den Wegen. Denn er achtet die Natur. Das ist ihm ein wichtiges Anliegen. Ihre Schönheit und Vielfältigkeit versucht er den Menschen mit seinen Filmen näherzubringen. Diese allerdings zieht er nicht in die Länge. „Sechs Minuten sind da passend und vollkommen ausreichend.“

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