Sauerstoffmangel in der Münsterschen Aa
Feuerwehr wendet großes Fischsterben ab

Greven -

[Aktualisiert] Die Grevener Feuerwehr hat tausenden Weißfischen und Karpfen das Leben gerettet. Die Tiere drohten in der Münsterschen Aa zu ersticken. [Mit Video]

Dienstag, 18.08.2020, 16:55 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 18:52 Uhr
Mit Pumpen wurde das Wasser mehrere Stunden lang mit Sauerstoff angereichert. In der Spitze waren 25 bis 30 Feuerwehrleute aus Greven und Gimbte im Einsatz.
Mit Pumpen wurde das Wasser mehrere Stunden lang mit Sauerstoff angereichert. In der Spitze waren 25 bis 30 Feuerwehrleute aus Greven und Gimbte im Einsatz. Foto: Oliver Hengst

Mit schneller Reaktion und beherztem Einsatz hat die Grevener Feuerwehr am Samstagvormittag eine Umweltkatastrophe vermieden. In der Aa drohten tausende Fische zu ersticken. Das konnte offenkundig abgewendet werden.

Als die Wehr gegen 10 Uhr an der Einsatzstelle am Hof Schulze Höping Pellengahr eintraf, schwammen einige tote Fische an der Oberfläche der an dieser Stelle aufgestauten Münsterschen Aa. „Und es gab tausende, die nach Luft rangen“, berichtete Einsatzleiter Stefan Bömer.

Sofort begannen die Feuerwehrleute, mit Pumpen das Wasser umzuwälzen und ihm frischen Sauerstoff zuzuführen – denn daran mangelte es dem Gewässer offensichtlich. „Das ist wie letztes Jahr im Aasee“, sagte Bömer.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Die Maßnahme hatte Erfolg: Die nach Luft ringenden Weißfische und Karpfen tauchten wieder in tiefere Gewässerschichten ab. Der am Vormittag begonnene Einsatz in der Nähe des Golfplatzes in Aldrup sollte bis zum Nachmittag andauern. „Falls es einen Starkregen gibt, werden wir die Maßnahmen nochmal verstärken“, sagte Bömer, der erklärte, dass starke Niederschläge dem Gewässer und den Fischen große Probleme bereiten. „Durch Starkregen wird viel ins Gewässer eingeschwemmt, was Sauerstoff verbraucht. Und dann wird es für die Fische eng.“

Wie Bömer erläuterte, entnehmen die für Gewässerschutz zuständigen Behörden auch Wasserproben, um zu klären, ob wie vermutet eine biologische Ursache vorliegt – letztlich soll so ausgeschlossen werden, dass eine Einleitung von Giftstoffen oder etwas ähnliches für das Problem verantwortlich ist.

Feuerwehreinsatz an der Münsterschen Aa

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  • Feuerwehr Greven wendet großes Fischsterben in der Aa bei Schulze Höping Pellengahr ab

    Foto: Oliver Hengst
  • Feuerwehr Greven wendet großes Fischsterben in der Aa bei Schulze Höping Pellengahr ab

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  • Feuerwehr Greven wendet großes Fischsterben in der Aa bei Schulze Höping Pellengahr ab

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