Unwetter im Münsterland
Starkregen hält Feuerwehr weiter auf Trab

Münsterland -

Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, hochgespülte Gullydeckel, umgekippte Bäume, fast ertrunkene Schafe und eine Kläranlage außer Betrieb: Ein Unwetter mit Starkregen hat in Teilen von Nordrhein-Westfalen zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst.

Samstag, 15.08.2020, 17:15 Uhr aktualisiert: 16.08.2020, 11:38 Uhr
Ein Auto fährt bei Starkregen über die Straße.
Ein Auto fährt bei Starkregen über die Straße. Foto: Moritz Frankenberg

In Dülmen etwa hätten rund 70 Einsatzkräfte am frühen Samstagnachmittag innerhalb von zwei Stunden 40 Stellen kontrolliert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. An einigen Orten hätten sie Wasser abpumpen müssen, an vielen anderen sei es von selbst abgelaufen, als der Regen nachließ.

Ein Autofahrer musste in Dülmen laut Feuerwehr mit seinem Wagen aus einer überfluteten Unterführung befreit werden. Besonders im Stadtgebiet seien zahlreiche Wohngebäude und Geschäftshäuser mit Wasser vollgelaufen und Straßen gesperrt worden, so der Sprecher.

Auch im Kreis Steinfurt drangen die Regenfälle am Samstag in zahlreiche Keller ein und überfluteten Fahrbahnen. Insgesamt 55 Einsätze habe es bis 15.00 Uhr gegeben, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Besonders betroffen seien Lengerich und Tecklenburg gewesen. Inzwischen habe sich die Lage aber wieder beruhigt. 

Bereits am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag hatte der Starkregen die Feuerwehr gefordert. Allein im Kreis Warendorf habe es 375 Einsätze gegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Das habe sich bis in den Vormittag gezogen. „Unwetter kommen zwar immer wieder mal vor, aber das war die Spitze des Eisbergs in den letzten zwei Jahren“, so der Sprecher. 405 Feuerwehrkräfte waren wegen vollgelaufener Keller und Straßenüberflutungen im Einsatz. Schwerpunkt war mit 200 Fällen der Raum Beckum, gefolgt von Drensteinfurt und Telgte. Der größte Einsatz war laut Feuerwehr in einer Kläranlage in Drensteinfurt, die kurzzeitig außer Betrieb war – sechs Stunden habe dieser gedauert.

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