Gesamtschule: Maskenpflicht nur mit Trinkpausen im Unterricht einigermaßen erträglich
Hitzefrei sorgt für Engpässen bei den Bussen

Lengerich -

Maskenpflicht im Schulunterricht, hitzefrei und Schülerverkehr – es ist in den ersten Tagen nach dem Ende der Sommerferien nicht alles reibungslos gelaufen.

Samstag, 15.08.2020, 14:15 Uhr aktualisiert: 16.08.2020, 14:34 Uhr
Der Start nach den Sommerferien ist an der Gesamtschule nicht reibungslos gelaufen.
Der Start nach den Sommerferien ist an der Gesamtschule nicht reibungslos gelaufen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Wie läuft es mit der Maskenpflicht während des Schulunterrichts? Vor dem Unterrichtsstart nach den Sommerferien hatte Dr. Werner Peters arge Bedenken, was diese Vorgabe der Landesregierung anging (WN vom 8. August). Es sei dann aber „nicht ganz so schlimmen gekommen, wie ich gedacht habe“, sagte der Leiter des Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg am Donnerstag. Alles in Butter war da für ihn dennoch beileibe nicht alles.

Da wäre zum einen der (Schul-)Busverkehr. Am Mittwoch sei trotz hoher Temperaturen darauf verzichtet worden, hitzefrei zu geben. Zur Begründung habe es seitens der Stadtverwaltung geheißen, dass die RVM nicht so schnell ihren Busverkehr hätte umstellen können. Also wurde nur für Donnerstag und Freitag die vorzeitige Beendigung des Unterrichts geplant. Doch auch am Donnerstag habe es bei der RVM gehapert, stellt Werner Peters fest. Die Folge: Nach der vierten Stunde seien die Schüler in die wenigen Busse gestürmt, die an der Bahnhofstraße bereitgestanden hätten.

Am Freitag sollte sich daran wirklich grundlegend nichts ändern. RVM-Sprecher Björn Lindner bestätigte den Engpass am Donnerstag und sagte auf WN-Anfrage, dass am Freitag zwischen Lengerich und Tecklenburg zur besagten Zeit gegen 12 Uhr ein Bus mehr als sonst üblich eingesetzt werden sollte. Da jedoch praktisch in allen Kommunen, in denen das Verkehrsunternehmen aktiv ist, an den Schulen hitzefrei sei, sei es kaum möglich, überall gleichzeitig die Kapazitäten entsprechend auszuweiten.

In den Bussen gelte natürlich Maskenpflicht, aber kein Mindestabstand, stellt Björn Lindner klar. Entsprechende Durchsagen würden gemacht, größere Probleme habe es bislang nicht gegeben.

Zurück zur Gesamtschule und Schulleiter Werner Peters: Zum anderen hält er offenbar nach wie vor nicht allzu viel von der Maskenpflicht. Erträglich sei es für die Schüler nur gewesen, weil während der Unterrichtsstunden Trinkpausen eingelegt worden seien. „Bei mir waren es drei.“ Grüppchenweise und Abstand wahrend sei das vor sich gegangen. Mit dem Lüften der Räume habe es mal mehr, mal weniger gut geklappt. Weit öffnen ließen sich viele Fenster ohnehin nicht.

Nach seiner Beobachtung, so Werner Peters weiter, hätten die Lehrer insgesamt mehr unter der Maskenpflicht zu leiden gehabt als deren Schützlinge. „Manche Kollegen hatten wirklich Probleme“, hebt der Schulleiter vor allem auf Kreislaufbeschwerden ab.

Und dann gebe es unter den Schülern auch noch jene, die die Masken-Pflicht alles andere als ernst nehmen. Darunter seien zum Beispiel welche, die den Schutz anderen vom Kopf gerissen hätten. Die Konsequenz: Werner Peters schickte diese Kandidaten vorzeitig nach Hause.

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