Jens Spahn im Eper Park
„Eine Impfpflicht wird es nicht geben!“

Epe -

Der Gesundheitsminister war am Freitag in Epe. Jens Spahn, nebenbei auch direkt gewählter Bundestagsabgeordneter des hiesigen Wahlkreises, ging auf die aktuelle Corona-Situation ein.

Freitag, 14.08.2020, 17:59 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 18:08 Uhr
Gut 100 Zuhörer verteilten sich auf der Wiese im Eper Park, um von Bundesgesundheitsminister Jans Spahn Corona-Infos aus erster Hand zu erfahren.
Gut 100 Zuhörer verteilten sich auf der Wiese im Eper Park, um von Bundesgesundheitsminister Jans Spahn Corona-Infos aus erster Hand zu erfahren. Foto: Bernd Schäfer

Eine Stunde mussten die Besucher des Eper Gemeindeparks gestern warten, bis Bundesgesundheitsminister Jens Spahn endlich auf der Wiese am Ententeich eintraf.

Verkürzt wurde ihnen diese Zeit immerhin mit kurzen Reden vom CDU-Ratsfraktionsvorsitzenden Sebastian Laschke und der CDU-Landtagsabgeordneten Heike Wermer – und einer etwas längeren von Landrat Dr. Kai Zwicker, der immerhin gleich zugab: „Geben Sie einem Politiker lieber kein Mikrofon – das gibt er nicht wieder ab.“ Genau wie später der Minister ging Zwicker auf eine Wortmeldung eines Besuchers ein, der die Ansicht vertrat, dass im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen Grundrechte ausgehebelt würden und sich gegen die Maskenpflicht aussprach – seine Tochter sei bereits der Schule verwiesen worden, weil sie sich weigere, eine Maske aufzusetzen.

„Glauben Sie, dass Merkel und Spahn sich das mit der Corona-Pandemie ausgedacht haben und dass die Bilder aus anderen Ländern gefälscht sind?“, konterte der Landrat und fand seine Vermutung „Die Mehrheit ist für Masken“ durch den Applaus der meisten der gut 100 Besucher bestätigt.

Der Bundesgesundheitsminister begann seinen Auftritt wie ein Stand-Up-Comedian: „Sind auch Gronauer da? Das muss man ja fragen – und umgekehrt auch.“ Danach lobte er die Bürger für die Disziplin bei der Umsetzung der Corona-Maßnahmen. Fast jeden Tag erhalte er Anrufe von Kollegen aus der ganzen Welt, von Israel bis New York, die ihn fragten: „Wie habt ihr es geschafft, dass ihr so vergleichsweise glimpflich weggekommen seid?“ Er antworte dann immer, dass hier durch die Maßnahmen früh die Welle gebrochen wurde – woran die Bürger großen Anteil hätten. Er betonte aber auch, dass es bei den Maßnahmen kein richtig oder falsch gebe. „Es muss jeden Tag neu bewertet werden.“ Am Anfang der Pandemie sei man beispielsweise von leichteren Verläufen ausgegangen, erst später habe sich herausgestellt, dass die Infektion bei Menschen mit Vorerkrankungen tödlich verlaufen kann. Dass es derzeit trotz steigender Infektionszahlen nur wenig schwere Verläufe und Sterbefälle gebe, machte Spahn daran fest, dass es zuletzt hauptsächlich jüngere Menschen seien, die sich mit dem Coronavirus infizieren.

Die Sorge einer Zuhörerin, sich mit einem genbasierten Impfstoff, der direkt in Körperzellen eingebaut wird und dessen Auswirkungen noch weitgehend unbekannt sind, impfen lassen zu müssen, zerstreute er mit dem Versprechen: „Eine Impfpflichtwird esnicht geben!“

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