Viele Veranstaltungs-Absagen
„Auflagen müssen halbwegs umsetzbar sein“

Greven -

„Eigentlich“ ist ein Wort, das in diesen Zeiten wohl deutlich häufiger benutzt wird, als normalerweise. Und es soll auch hier eine gewichtige Bedeutung bekommen. Denn: Eigentlich könnte man an diesem Wochenende am Ems-Strand schmausen und sich bei „Greven is(s)t“ verwöhnen lassen. Eigentlich – wenn nicht Corona wäre. Das gilt für diese Veranstaltung und für viele andere auch.

Samstag, 08.08.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 09:55 Uhr
Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Hunderte Menschen knubbeln sich vor den Ständen des Kunsthandwerkermarktes in Gimbte. Daraus wird in diesem Jahr nichts.
Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Hunderte Menschen knubbeln sich vor den Ständen des Kunsthandwerkermarktes in Gimbte. Daraus wird in diesem Jahr nichts.

 

Obwohl: Für „Greven is(s)t“ trifft das nicht wirklich zu. „Das wäre in diesem Jahr so oder so ausgefallen“, erklärt Peter Hamelmann, Chef von Greven Marketing. Denn aufgrund des gewaltigen Aufwandes und vor allem wegen der Schwierigkeiten Personal zu bekommen hätten sich nicht genug Gastronomen gefunden, die an dem Event teilgenommen hätten.

Aber: Es gibt noch viel mehr Veranstaltungen, die der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. An diesem Wochenende die Schlager-Party am FMO – fällt aus. Die Grevener Kirmes haben ja inzwischen alle abgehakt. Aber. Auch das Cityfest ist abgesagt. „Das Stadtfest ist als Großveranstaltung vor dem Hintergrund der Corona-Schutzregeln nicht durchführbar“, erklärt Hamelmann. Ob dann das vierte und letzte Stadtfest im Jahresverlauf, der Martinus-Markt, stattfinden kann, sei fraglich. „Aber das ist vermutlich eher unwahrscheinlich.“

Auch der Kunsthandwerkermarkt in Gimbte, der jedes Jahr tausende Besucher anzieht, wird nicht stattfinden. „Der Markt wäre zwar nicht verboten, aber die Auflagen rund um die Corona-Pandemie sind ein absolutes K.O.-Kriterium und sind ohne einen riesigen Aufwand nicht umsetzbar.“

Grundsätzlich seien alle Veranstaltungen eine Frage der Auflagen. „Das gilt für den Kunsthandwerkermarkt und den Weihnachtsmarkt im Ballenlager wie auch für die anderen Märkte, die normalerweise auf dem Zeitplan stehen.“ Grundsätzlich müssten die Auflagen halbwegs in der Praxis umsetzbar sein.

Und das ist nicht immer einfach. So zum Beispiel beim heutigen Konzertabend „4 Bands 5 Stunden“ am Beach, das aufgrund einer Kommunikationspanne zwischen Behörden beinahe abgesagt worden wäre. „Das Konzert wurde mit einem gewaltigen Aufwand ganz unter den Corona- und auch Naturschutzaspekten organisiert. Die Besucher sitzen an festen Plätzen, tanzen ist nicht erlaubt, sie dürfen sich nicht an einen anderen Tisch zu Bekannten setzen“, schildert Hamelmann. „Und an allen Ecken und Kanten muss immer wieder desinfiziert werden.“

Ein kleines bisschen Normalität soll auch der erste Flohmarkt im September bringen. „Die Stände sind lange ausverkauft“, weiß Hamelmann. Aber auch hier gelte es Auflagen einzuhalten. „Die sanitären Anlagen müssen aufgerüstet werden, für Händler, aber auch für die Besucher des Flohmarktes gelten Maskenpflicht.“

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