Caritas kritisiert lange Dauer, bis die Ergebnisse vorliegen
Corona-Tests bei Pflegekräften in Heek fallen negativ aus

Heek -

Die Erleichterung bei der Caritas ist groß. Die getesteten Pflegekräfte, die in Kontakt mit einer Covid19-Patienten standen, sind nicht infiziert. Doch jetzt gibt es auch kritische Töne.

Mittwoch, 05.08.2020, 18:18 Uhr
Die von den Pflegekräften des Caritasverbandes Ahaus-Vreden genommenen Proben fielen allesamt negativ aus.
Die von den Pflegekräften des Caritasverbandes Ahaus-Vreden genommenen Proben fielen allesamt negativ aus. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Große Erleichterung in Heek und bei der Caritas. Grund sind die negativen Ergebnisse des Massentests vom Ende vergangener Woche, die am Mittwochmittag vorlagen. Fünf ambulante Pflegekräfte, die im Kontakt mit einer an Covid 19 erkrankten Heekerin standen, wurden getestet. Doch jetzt äußert die Caritas auch kritische Worte.

Anlass des Massentests war eine aus Heek stammende Seniorin, die an Covid 19 erkrankt ist. Kurzzeitig war die Dame in der jüngeren Vergangenheit auch im Pflegeheim St. Josef in Legden stationär untergebracht, ehe sie in die ambulante Pflege der Caritas zurück nach Heek wechselte.

Die Sicherheitsvorkehrungen der Caritas sehen bei Einrichtungswechseln – auch in die ambulante Pflege – einen Coronatest vor, den das Kreisgesundheitsamt durchführt. Dabei fiel der „grenzwertig positive“ Befund der Heekerin auf. Dieser Befund lag am vergangenen Donnerstag vor, direkt am Freitag wurden die betreffenden Pflegekräfte getestet und in Quarantäne geschickt.

Jetzt ist die Erleichterung groß, denn alle fünf Tests sind negativ ausgefallen. Doch ausgestanden ist die Sache noch nicht. Wie der Kreis Borken mitteilt, werden die Patientin sowie die Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes am Montag (10. August) erneut getestet. Erst wenn diese Tests negativ ausfallen, soll die Anordnung der Quarantäne aufgehoben werden.

Unter die Freude der negative Befunde mischt sich beim Caritasverband aber auch Kritik. Denn bis die Befunde vorlagen, verstrichen über vier Tage. Genau das stößt bei der Caritas auf Unverständnis. Vorstand Matthias Wittland sagt: „Es ist bemerkenswert, dass den Reiserückkehrern ein Ergebnis innerhalb von 24 bis 48 Stunden in Aussicht gestellt wird und Mitarbeiterinnen in der Pflege und Betreuung länger als vier Tage warten müssen.“

Uwe Bröcker, Bereichsleitung des Caritasverbandes Ahaus-Vreden, hebt hervor: „Die Zeit zwischen der Testung und dem Ergebnis stellt für alle Beteiligten eine besondere Belastung dar und sollte möglichst kurz gehalten werden.“ In jene Kerbe schlägt auch Dietmar Terlinde, Pflegedienstleiter im St. Josef Altenwohnheim Legden. Auch dort wartete man tagelang auf das Ergebnis.

Doch dahinter stecke, das versichert Kreis-Pressesprecher Karlheinz Gördes am Mittwoch, keine böse Absicht. Der Kreis Borken bedauere die langen Wartezeiten. Das Problem sei, dass die Tests an Labore geschickt würden und diese stark ausgelastet seien. „Wir haken da auch immer nach. Wir möchten die Ergebnisse auch zügig haben“, hebt Pressesprecher Karlheinz Gördes hervor.

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