Robert Esser aus Westbevern besitzt 68 Bienenvölker
Ein Hobby-Imker mit Leidenschaft

Westbevern -

Robert Esser befindet sich in der Endphase der Honigernte 2020. Auch in diesem Jahr möchte er seinen Honig wieder bewerten lassen.

Donnerstag, 06.08.2020, 09:23 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 17:46 Uhr
Imker Robert Esser ist für die Qualität seine Honigs – Jahrgang 2019 – besonders geehrt worden, wie die Urkunde dokumentiert.
Imker Robert Esser ist für die Qualität seine Honigs – Jahrgang 2019 – besonders geehrt worden, wie die Urkunde dokumentiert. Foto: Niemann

Was wirklich in den Waben steckt, zeigt sich erst beim Schleudern. Ist der frisch geerntete Honig geschleudert, muss dieser in großen Behältern gerührt werden, bis er kandiert. Erst dann kann er abgefüllt werden. Viele von diesen Tätigkeiten hat Robert Esser bereits erledigt. Er befindet sich in der Endphase der Honigernte 2020. Der Imker aus Leidenschaft und Experte zieht bereits ein positives Ergebnis. „Es ist eine gute Ernte im Gegensatz zu der in den vergangenen Jahren. Sonne, Regen, kurze Flugzeiten, ein gutes Umfeld – dieser Mix habe zu dem positiven Ergebnis geführt.

Robert Esser nennt 68 Bienenvölker sein Eigen. Sie stehen an verschiedenen Standorten in den Kreisen Warendorf, Münster und Steinfurt. Sechs Bienenvölker befinden sich am Krink-Bienenhaus in der Nähe des Dorfplatzes.

Robert Esser, der seit fast 36 Jahren seinem Hobby nachgeht, verweist auch auf die eher geringe Ausfallquote von zehn Prozent der Bienen nach dem Frost im Frühjahr. „Damit kann ich gut leben“, so Esser, der die Königinnen selbst züchtet. Der 61-Jährige aus Westbevern will wieder eine Probe zur Honigbewertung an den Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker und die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen schicken. „Ich bin gespannt, wie ich dieses Mal abschneide“, sagt Esser, der 2019 mit Gold für seinen Honig ausgezeichnet wurde. „Bei der Honigbewertung werden strenge Maßstäbe angelegt. Bereits ein kleines Bläschen, eine Leimspur, ein Fingerabdruck führen zu Punktabzügen.

Esser, zugleich Vorsitzender des Imkervereins Telgte, investiert viel Zeit und legt zig Kilometer beim „Besuch“ seiner Bienenvölker zurück. Bis zu 40 000 Bienen zählt ein Volk im Sommer, während es rund 10 000 im Winter sind. Robert Esser kann mit Recht stolz sein auf sein Bienenimperium. Dabei kam er rein zufällig zu diesem Hobby. Ein Züchter bat den Zimmermann Esser, Kisten für dessen Völker zu bauen. Als Gegenleistung bot er ihm zwei Bienenvölker an. Esser – bis dato absoluter Laie – überlegte kurz und stimmte zu, als ihm der Fachmann Unterstützung anbot. Er besuchte Kurse bei der Landwirtschaftskammer, las Fachliteratur und nahm jeden Rat an. Heute gibt er sein Fachwissen gerne weiter, unter anderem im Krink- Bienenhaus. Dort gibt es zudem einen Schaukasten zur Imker-Arbeit und weitere historische Exponate zu sehen. Aufgrund der Corona- Pandemie ruhen aktuell die Vorführungen. „Vorerst“, sagt Robert Esser. Und freut sich schon auf die Zeit danach.

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