Preisänderungen im Westfalen-Tarif
Wo Bus- und Bahnfahren billiger wird

Münsterland -

Verkehrsunternehmen im Westfalen-Tarif kündigen zum 1. August Preissteigerungen unter zwei Prozent an. Einige Fahrgäste dürfen sich aber auch über niedrigere Ticketpreise freuen, etwa bei der Mitnahme von Fahrrädern oder bei „9-Uhr-Tages-Tickets“.

Dienstag, 30.06.2020, 21:30 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 21:59 Uhr
Im Münsterland werden die Preise für ein „9-Uhr-Tages-Tickets“ um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt.
Im Münsterland werden die Preise für ein „9-Uhr-Tages-Tickets“ um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt. Foto: Günter Benning (Archiv)

Preise rauf – aber moderat: Die Änderungen im Westfalen-Tarif zum 1. August beinhalten jedoch keineswegs nur die durchschnittliche Anhebung der Tarife um 1,86 Prozent. Aufgeführt sind zudem weniger Preisstufen, mehr Flexibilität, Vereinfachungen und Pauschalen.

Die Mehrwertsteuer-Senkung wird an die Fahrgäste in Form einer Preisreduzierungen um durchschnittlich vier Prozentpunkte im letzten Quartal des Jahres 2020 weitergegeben. Und auch auf anderem Wege können zumindest einige Kunden profitieren.

30-Tage- statt Monats-Ticket

So soll es weniger Preisstufen geben; die sogenannte W10 ist für den gesamten Tarifraum gültig. Das bisherige Monats-Ticket wird durch ein 30-Tage-Ticket abgelöst und ist damit nicht mehr an den Zeitrahmen eines Kalendermonats gebunden. Weiterhin gilt hierfür: Mitnahme von Personen oder Fahrrädern wochentags ab 19 Uhr und kombinierbar mit Anschlusstickets.

Fahrradtickets bis zu fünf Euro günstiger

Für die Mitnahme von Fahrrädern gibt es nur noch zwei Preisstufen: im Geltungsbereich einer Stadt (1,50 Euro) sowie im gesamten Netz Westfalen (3 Euro). Hier schlagen Preisnachlässe von zum Teil mehr als fünf Euro zu Buche.

Preisreduzierungen sind auch für Erste-Klasse-Fahrten angekündigt, für weite Strecken um mehr als 20 Euro. Der Aufpreis für ein Einzelticket beträgt nun 3,50 Euro. Grundsätzlich gilt, dass die beschlossene Mehrwertsteuer-Senkung vom 1. Oktober bis 31. Dezember von den Verkehrsunternehmen des Westfalen-Tarifs an die Kunden weitergegeben werden soll, und zwar in doppelter Höhe. So werden die vorherigen drei Monate ausgeglichen.

„9-Uhr-Tickets“ für 16 und 39 Euro

Auf Initiative der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf erfolgt im Münsterland eine Preissenkung bei den „9-Uhr-Tages-Tickets“ um durchschnittlich 20 Prozent. Der Ticketpreis (gilt für das gesamte Münsterland einschließlich Osnabrück und Hamm) beträgt nun 16 Euro (bisher 29,30 Euro). Die Fünf-Personen-Variante für das gesamte Münsterland kostet 25 Euro statt bisher 39 Euro. Die Tickets können auch für kürzere Strecken gekauft werden und kosten dann entsprechend weniger.

Bedingungen „9-Uhr-Tages-Tickets“

Ziel der „9-Uhr-Tickets“ ist, die vollen Zügen während der morgendlichen Rushhour zu entlasten. Deshalb gibt es zusätzlich zum finanziellen Anreiz weitere Vorteile. So können beim „9-Uhr-Tages-Ticket“ schon in der Variante für eine Person bis zu drei Kinder bis 14 Jahren mitfahren. Anstelle einer Person kann auch ein Fahrrad mitgenommen werden. Zudem ist das Ticket samstags, sonn- und feiertags bereits vor 9 Uhr gültig.

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