Aden: Landschaftsplan für „Greven an die Ems“ ändern
Der Emsbeach soll bleiben

Greven -

Dietrich Aden will, das es auch künftig Greven an die Ems gibt. Dafür müsste aber der Landschaftsplan umgeschrieben werden.

Dienstag, 02.06.2020, 09:00 Uhr
Landratskandidat Mathias Krümpel, Kreistagsabgeordneter Manfred Kleimeyer und Dietrich Aden am Emsufer.
Landratskandidat Mathias Krümpel, Kreistagsabgeordneter Manfred Kleimeyer und Dietrich Aden am Emsufer. Foto: Gemeinde Saerbeck

Der CDU-Landratskandidat Mathias Krümpel, Bürgermeisterkandidat Dietrich Aden und Kreistagsmitglied Manfred Kleimeyer setzen sich dafür ein, dass die Veranstaltung „Greven an die Ems“ jährlich stattfinden kann und alle rechtlichen Unsicherheiten beseitigt werden. Hierzu wollen Sie den Landschaftsplan ändern, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU.

„Ich wurde von mehreren Menschen angesprochen, warum überall die Gastronomie starte, nur nicht an der Ems. Viele wissen gar nicht, dass das weniger was mit Corona, sondern mehr mit Gründen des Naturschutzes zu tun hat. Ich sehe die Gefahr, dass es langfristig zu rechtlichen Auseinandersetzung kommen wird, wenn wir jetzt nicht Rechtssicherheit schaffen“, erläutert der Verwaltungsjurist Aden.

Ausgangspunkt ist nämlich, dass die Emsauen in einem Naturschutz- und FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) liegen, in dem Veranstaltungen grundsätzlich nicht zulässig sind.

Darum muss die Stadt Greven jedes Jahr aufs Neue beim Naturschutzbeirat des Kreises Steinfurt eine Befreiung nach dem Bundesnaturschutzgesetz beantragen.

Dies führt zu wiederkehrenden juristischen und politischen Diskussionen. Das gipfelte darin, dass der Vorsitzende des Naturschutzbeirates die Genehmigung dieses Jahr ablehnen lassen wollte, heißt es in der Mitteilung von Aden.

„Es liegt bislang nicht in der Hand der Stadt Greven, dass die Veranstaltung wie in den Jahren zuvor stattfinden kann. Alle Beteiligten brauchen für die Zukunft Rechtssicherheit“, so Aden.

Hier kommt nun der Kreis Steinfurt ins Spiel: Um dieses Ziel zu erreichen, muss nämlich der Landschaftsplan I „Grevener Auen“ geändert und dort eine Befreiung für Veranstaltungen festgesetzt werden.

„Für ein solches Verfahren ist allerdings nicht die Stadt, sondern der Kreis Steinfurt zuständig. Deswegen sage ich schon jetzt meine Unterstützung zu, dass ich mich als Landrat für ein schnelle Änderung des Landschaftsplanes einsetze, damit auch in Zukunft Greven an die Ems kommt“, so CDU-Landratskandidat Mathias Krümpel. Kreistagsmitglied Manfred Kleimeyer von der Grevener CDU ergänzt: „Als Politik stehen wir voll hinter diesen Plänen.“ Aden, Krümpel und Kleimeyer betonen, dass an dem grundsätzlichen Charakter der Emsauen als geschütztes Gebiet nicht gerüttelt werden soll. „Die Emsauen sind ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wir wollen deshalb keine Ausweitung der Befreiung, sondern nur den Status quo auf rechtlich sichere Beine stellen“, betont Aden.

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