Studierende führen Umfrage durch
Welches Image hat Gronau?

Gronau -

Stereotype sind oft hartnäckig - auch wenn sich die faktischen Grundlagen geändert haben. Das gilt für Einzelpersonen, für Gruppen und für Städte, Regionen – ja ganze Länder. Mal profitieren Städte von einem vielleicht sogar unverdient positiven Image – mal leiden andere Orte unter einem schlechten Ruf, der aber schon lange überholt ist.

Montag, 01.06.2020, 15:36 Uhr aktualisiert: 01.06.2020, 16:02 Uhr
Die Stadt Gronau hat viele verschiedene Seiten, die ganz unterschiedlich gesehen werden.
Die Stadt Gronau hat viele verschiedene Seiten, die ganz unterschiedlich gesehen werden. Foto: Guido Kratzke

Das ist die Ausgangslage für eine Umfrage, die eine Gruppe von fünf Studierenden der Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus durchführen will. Auslöser war ein Treffen der Interessengruppe Unternehmer für Gronau im AIW, an denen Julian Baving (Nienborg), Florian Friggemann, (Ahaus), Sabrina Osterhues, Stadtlohn), Greta Schlottbohm (Stadtlohn) und Eva-Maria Terhaar (Ahaus – mit Gronauer Wurzeln) teilnahmen. Da wurde über das Image der Stadt gesprochen und wie es möglicherweise verbessert werden kann.

Aus dem Gespräch entwickelten sich einige Hypothesen. Unter anderem die, dass das Image Gronaus davon abhängt, wo man wohnt. Bewohner aus den kleineren benachbarten orten haben möglicherweise einen schlechteren Eindruck der Stadt als Gronauer selbst. Und wie ist das mit Menschen, die weiter weg leben? In Städten wie Münster oder Osnabrück zum Beispiel?

Betriebsblindheit

Herrscht bei Gronauer vielleicht eine Betriebsblindheit? Die Frage spricht Eva-Maria Terhaar an. Und sie geht selbst auf die Suche nach der Antwort, was sie selbst eigentlich an Gronau reizt. Ihr fallen viele negative Dinge auf – „dabei kann Gronau was bieten. Die Stadt muss ihr Potenzial ausschöpfen“, ist sie überzeugt.

Mit der Umfrage wollen die Studierenden erst mal die Ist-Situation feststellen und dann analysieren, sagt Sabrina Osterhues. Und daraus können sich Handlungsempfehlungen ableiten. Der Fragebogen richtet sich an keine spezielle Zielgruppe. Er kann und soll von allen Menschen aus der Region ausgefüllt werden.

Es gibt ein paar Multiple-Choice- und einige offene Fragen. „Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Gronau denken?“, ist so eine. In Kombination mit den Angaben zum Wohnort des befragten erhoffen sich die Studierenden Aufschlüsse darüber, ob sich die interne und externe Sicht voneinander unterscheiden, sagt Florian Friggemann.

Ideen für die örtlichen Unternehmer

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau unterstützt die Studierenden bei der Umfrage. Geschäftsführerin Katharina Vater ist sich ziemlich sicher, dass sich aus den Resultaten der Umfrage Ideen für die örtlichen Unternehmer ergeben.

Und nicht nur für sie: Schließlich können auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt profitieren. Indem sie Impulse bekommen, wie sie selbst aktiv das Image ihrer Stadt beeinflussen können. Das muss von innen nach außen gehen, findet Katharina Vater. Aus der Bürgerschaft selbst muss das nach außen strahlen.

Das Projekt und die Präsentation der Ergebnisse gehören zur Abschlussarbeit der Studierenden.

Man darf gespannt sein. Am Dienstag (2. Juni) soll die Umfrage im Internet freigeschaltet werden und dann zwei Wochen online sein. Die Bearbeitung dauert wenige Minuten und erfolgt anonym.

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