Helios-Klinik: Schrittweise und langsame Rückkehr in den „Regelbetrieb“
Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern bleibt zentrales Anliegen

Lengerich -

Das Konzept für das „Hochfahren“ des Klinikbetriebes steht. Schrittweise will die Helios-Klinik zum normalen Krankenhausalltag zurückkehren. Das wird, davon ist der Ärztliche Direktor Dr. Matthias Wankmüller überzeugt, noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.

Freitag, 22.05.2020, 19:06 Uhr aktualisiert: 24.05.2020, 11:44 Uhr
Der Haupteingang der Helios-Klinik Lengerich.
Der Haupteingang der Helios-Klinik Lengerich. Foto: Michael Baar

Schrittweise kehrt die Helios-Klinik wieder in den „Regelbetrieb“ zurück. Das Haus bleibt dennoch weiterhin in Bereiche für Covid-19-Patienten, Verdachtsfälle und Non-Covid-Fälle geteilt. Bei allen einbestellten Patienten wird ein Covid-19-spezifisches Screening durchgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung der Klinik.

Das Krankenhaus hat nach eigenen Angaben ein Konzept für das „Hochfahren“ des Klinikbetriebes entwickelt. Es gibt demnach für die Wiederaufnahme ausgewählter Behandlungen die notwendigen Abstandsregeln in Patientenzimmern und in anderen Bereichen vor. „Es ist wichtig, dass Patienten, die beispielsweise unter Schmerzen leiden und deren Eingriffe wegen der Covid-19-Situation zurückgestellt wurden, wieder behandelt werden können“, stellt der Ärztliche Direktor, Dr. Matthias Wankmüller, fest.

Die Sicherheit der Patienten und Mitarbeiter hat großen Einfluss auf die Anzahl möglicher Termine.

Dr. Matthias Wankmüller, Ärztlicher Direktor

Auf den Stationen, in den Funktionsbereichen und in den Ambulanzen seien entsprechende Strukturen und Abläufe definiert worden. „Dabei hat die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter sowie die damit verbundene Logistik innerhalb der Klinik auch weiterhin großen Einfluss auf die Anzahl möglicher Termine und Operationen. Eine Normalität, wie wir sie vor Corona hatten, wird es dabei im Krankenhaus wie auch in anderen Bereichen des Lebens noch nicht geben“, erklärt der ärztliche Direktor weiter. Termine können über die entsprechenden Sekretariate vereinbart werden.

Trennung nach Covid-Patienten, Verdachtsfällen und Non-Covid-Patienten

Die Trennung nach Covid-Patienten, Verdachtsfällen und Non-Covid-Patienten beginnt weiterhin am Haupteingang. Dort ist ein Fragebogen zu beantworten. Er umfasst unter anderem Fragen zum Auftreten von Erkältungssymptomen vor dem Klinikaufenthalt und zum Kontakt zu Personen mit Covid-19-Erkrankung. Für alle Patienten und Besucher gilt im Haus eine Maskenpflicht. Weitere Regeln betreffen unter anderem das regelmäßige Händewaschen, die Husten- und Niesetikette sowie die Abstandsregelungen.

Um Patienten und Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen, wird die bestehende Besuchsregelung vorerst beibehalten. Diese lässt in Einzelfällen und in Absprache mit dem medizinischen Personal auch Erweiterungen unter den erforderlichen Schutzmaßnahmen zu, so die Klinik.

Covid-19-Patient nach fünf Wochen Behandlung in der Reha

Nach über fünf Wochen intensivmedizinischer Behandlung ist einer der ersten beatmeten Covid-19-Patienten aus der Helios-Klinik entlassen worden. Aufgrund seiner schweren Covid-19-Pneumonie musste der 35-jährige Mann aus Lengerich auf der Intensivstation intubiert, an ein Beatmungsgerät angeschlossen und in ein künstliches Koma versetzt werden, informiert das Krankenhaus. Über drei Wochen lang sei sein Zustand kritisch gewesen. Doch langsam hätten Ärzte und Pfleger seinen Zustand stabilisieren und ihn von der künstlichen Beatmung entwöhnen können. Er sei nun in der Rehabilitation, um wieder zu Kräften zu kommen.

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Seit dem 6. Mai seien mehr als 100 Testungen bei Personal und Patienten durchgeführt worden – alle Ergebnisse waren negativ.

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