„Aktionskreis Pater Beda“ und Erich Rump rufen auf
Hilfe ist dringend nötig

Nottuln -

Die Corona-Pandemie trifft die Ärmsten am härtesten. Das weiß auch Erich Rump. Der Nottulner, der 2. Vorsitzender des „Aktionskreises Pater Beda“ ist, ruft zu einer Spendensammlung auf.

Freitag, 01.05.2020, 18:28 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 16:28 Uhr
Mit Lebensmittelspenden unterstützt der „Aktionskreis Pater Beda“ die armen Familien in Brasilien. Sein 2. Vorsitzender, der Nottulner Erich Rump, bittet um Hilfe.
Mit Lebensmittelspenden unterstützt der „Aktionskreis Pater Beda“ die armen Familien in Brasilien. Sein 2. Vorsitzender, der Nottulner Erich Rump, bittet um Hilfe. Foto: Aktionskreis Pater Beda

„Angesichts der Corona-Pandemie gilt es, die Ärmsten und die vergessenen Menschen in den Favelas mit Lebensmitteln zu versorgen.“ Das sagt der Nottulner Erich Rump, der inzwischen seit über 30 Jahren 2. Vorsitzender des „Aktionskreises Pater Beda“ ist. Der Aktionskreis hat zu diesem Zweck für seine brasilianischen Projekte die Spendenkampagne „Wer Hunger hat, kann nicht warten – Jetzt spenden“ gestartet.

„Wir vom Aktionskreis Pater Beda sind recht erschüttert über die Nachrichten, die wir von unseren Partnern und Freunden aus Brasilien erhalten“, schreibt Geschäftsführer Udo Lohoff in einer Pressemitteilung. Deshalb versuche man „auf allen Kanälen“, an Sonderspenden zu kommen, „damit wir unsere Partner dabei unterstützen können, Lebensmittelpakete unter den Armen verteilen zu können.“

Das Motto, so Lohoff, müsse in dieser Ausnahmesituation lauten: „Wenn die Kinder nicht in die Institutionen gehen können, dann kommen die Institutionen eben zu ihnen!“

Zum Hintergrund: Die Partnerinstitutionen des „Aktionskreises Pater Beda“ in Brasilien folgen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und haben zunächst für drei Wochen geschlossen. Auch die Schulen und Kindergärten schließen. „Für die bedürftigen Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern ist das ein riesiges Problem. Für die Kinder fehlt die Betreuung. Die Schulspeisung entfällt. Die Not der Eltern, Geld zu verdienen, wird größer. #STAYATHOME ist eine Forderung, die in Brasilien nur für Reiche funktioniert.“

Der Aktionskreis unterstütze die Forderung, zu Hause zu bleiben. Gleichzeitig sehe man aber, dass Millionen Brasilianer dieser Forderung einfach nicht Folge leisten können. „Die Regierung lässt die Ärmsten der Armen während der Corona-Pandemie im Stich.“

Millionen Menschen, so Udo Lohoff, arbeiten ohne festen Arbeitsvertrag, erhalten nur einen minimalen Lohn und können es sich nicht leisten, zu Hause zu bleiben. Nicht arbeiten, das bedeutet: kein Essen, kein Wasser, kein Strom. Keine Rechnung kann bezahlt werden.

„Wir sammeln deshalb Spenden für die ‚Cesta Basica‘ (Lebensmittelpakete mit den Grundnahrungsmitteln).“ Diese werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerinstitutionen persönlich zu den Familien bringen, um diese zu unterstützen. Jedes der Pakete kostet umgerechnet rund 30 Euro.

Die ersten Pakete, berichtet Lohoff, seien schon verteilt. Man stehe mit den Projektleitungen in ständiger Verbindung und habe jetzt als Soforthilfe vorab zunächst 10 000 Euro zur Verfügung gestellt, diese dann auf 50 000 Euro ausgeweitet.

Wer die Aktion unterstützen will, kann eine Spende auf das folgende Konto überweisen: Aktionskreis Pater Beda; DKM - Darlehenskasse Münster; IBAN: DE51 4006 0265 0022 4442 00, Stichwort: Cestas Basicas.

Weitere Informationen gibt es im Internet:

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7391836?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker