Frontmatec beliefert auch Friseure
Weltweit die Nummer eins in Hygiene

Warendorf/Beckum -

Hygiene ist in Zeiten von Corona das A und O. Das weiß auch Marcus Lenz, Vice President Hygiene Solutions bei der Firma Frontmatec. Diese hat in den vergangenen vier Wochen eine Jahresproduktion an Desinfektionsmittelspendern verkauft – und das allein im Münsterland.

Samstag, 02.05.2020, 06:38 Uhr aktualisiert: 02.05.2020, 12:16 Uhr
Der Freckenhorster Marcus Lenz
Der Freckenhorster Marcus Lenz ist Vice President Hygiene Solutions bei der Firma Frontmatec. Foto: -

 Der Montag ist eigentlich der klassische Friseur-Ruhetag. Doch am kommenden Montag wird das keine Rolle spielen. Viele Menschen sehnen diesen 4. Mai herbei, an dem die Friseure im Land ihre Salons wieder öffnen, wieder waschen, föhnen, legen und den Kunden zu Frisuren verhelfen werden, die diese Bezeichnung wirklich verdienen. Die Anmeldelisten der Coiffeure sind dem Vernehmen nach lang; und werden im Zeichen von Corona unter ganz neuen Bedingungen abgearbeitet. Denn selbst beim Friseur wird wohl nichts mehr so sein wie vor der Covid-19-Pandemie, gelten doch auch hier strenge Hygienevorschriften.

Für die Kunden, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, aber auch für die Friseure, die in Masken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel investieren müssen.

Desinfektionsmittel für Friseure

Wenn schon, dann richtig, haben sich wohl auch die Inhaber des Friseursalons „My Look“ in Warendorf gedacht und bei der Frontmatec Hygiene GmbH in Beckum gleich zwei formschöne Desinfektionsmittelspender bestellt. Kein Einzelfall, wie Marcus Lenz, Vice President Hygiene Solutions bei Frontmatec, sagt. „Allein im Münsterland haben wir in vier Wochen eine Jahresproduktion verkauft.“ Auch die Stadt Recklinghausen habe kürzlich 100 Desinfektionsmittelspender bestellt, berichtet der Freckenhorster.

Wir entwickeln Hygiene-Schleusen für Fleisch verarbeitende Betriebe, Convenience, Bäckereien.

Marcus Lenz

Dabei ist die Handdesinfektion nicht das originäre Business des weltweit tätigen Unternehmens mit einem Jahresumsatz von 16 Millionen Euro. Die Frontmatec Hygiene GmbH, Teil der internationalen Frontmatec Group aus Dänemark, entwickelt maßgeschneiderte Automatisierungslösungen für die Lebensmittelindustrie und andere hygienesensible Branchen sowie für die Versorgungsindustrie. „Wir entwickeln Hygiene-Schleusen für Fleisch verarbeitende Betriebe, Convenience, Bäckereien, die dafür sorgen, dass die Mitarbeiter hygienisch einwandfrei sind, ehe sie an die Produkte kommen“, erläutert Lenz.

Handhygiene im Vordergrund

Frontmatec vertreibt unter der Marke ITEC, die für innovative Personalhygiene und Hygienelösungen stehe. Hervorgegangen sei diese Marke aus der 1990 von Hermann Vogt gegründeten ITEC GmbH in Beckum,weltweiter Marktführer für Personalhygienesysteme, Messerhalter- und Schürzenreinigungsanlagen für Fleischbetriebe und ergonomische Arbeitshilfen.

„Mit Corona ist die Handhygiene in den Vordergrund getreten“, sagt Marcus Lenz. Das Unternehmen hat auch in diesem Bereich Erfahrung, entwickelte es doch anlässlich einer Offensive „Saubere Hände“ in Kooperation mit dem St.-Elisabeth-Krankenhaus in Beckum den Manotizer, einen zuerst für die Krankenhausbesucher konzipierten Desinfektionsmittelspender aus Edelstahl zur Handhygiene.

Mit Corona ist die Handhygiene in den Vordergrund getreten.

Marcus Lenz

Eine kontaktlose Dosiereinheit für Seifen- und Desinfektionsmittel macht eine Berührung überflüssig. Der Nutzer hält die Hände lediglich in eine Öffnung des Edelstahl-Corpus. Durch einen Sensor wird dann das Desinfektionsmittel dosiert.

Neues Modell in Produktion

Derzeit werde ein kleiner Tower erprobt, der möglicherweise für Supermärkte interessant ist. Kunden könnten zunächst ihre Hände desinfizieren und danach ein Hygiene-Tuch ziehen, um die Griffe des Einkaufswagens zu desinfizieren. Auf einem Display könnten sie sich nebenbei über die neuesten Sonderangebote des Supermarktes oder aktuelle Schlagzeilen informieren. „Das Muster ist bereits in der Produktion“, verrät Lenz.

Gemeinsam mit einem Partner werde zurzeit überlegt, ob sichere Zugangssysteme, die Handwasch- und Desinfektionssysteme mit motorischen Drehsperren kombinieren, um ein unkontrolliertes Betreten bestimmter Bereiche zu verhindern und die Hygienesicherheit zu erhöhen, möglicherweise künftig auch in Schwimmbädern, Fitness-Studios oder Fußballstadien eingesetzt werden können. Auch für Schulen könnte das ein sinnvolles System sein – erst Hände desinfizieren und dann in den Unterricht.

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