Landfrauen nähen Mund-Nasen-Masken
Mit Nadel und Faden gegen das Coronavirus

Seppenrade -

Ihre Nähmaschinen stehen derzeit kaum still: Die Seppenrader Landfrauen nähen allerhand Mund-Nasen-Masken - und beteiligen sich damit am Kampf gegen die weitere Coronavirus-Verbreitung.

Samstag, 04.04.2020, 10:00 Uhr
Andrea Krückendorf (r.) und Daila Lendermann vom Vorstandsteam der Seppenrader Landfrauen sind stolz darauf, dass so viele Damen derzeit ihre Nähmaschinen rattern lassen und Mund-Nasen-Masken anfertigen.
Andrea Krückendorf (r.) und Daila Lendermann vom Vorstandsteam der Seppenrader Landfrauen sind stolz darauf, dass so viele Damen derzeit ihre Nähmaschinen rattern lassen und Mund-Nasen-Masken anfertigen. Foto: Landfrauen

„Es macht süchtig und Spaß zu nähen. Wir können helfen – und die weißen Laken von der Aussteuer sinnvoll nutzen“, war aus Reihen der Seppenrader Landfrauen zu hören. Die engagierten Damen haben – jede für sich im „Home-Office“ – Mund-Nasen- und Behelfs-Masken genäht, um damit Mitmenschen während der Corona-Krise zu unterstützen.

Unter dem Motto „Miteinander – Füreinander, Landfrauen nähen für Landfrauen“ tauschten sie über ihre „WhatsApp“-Gruppe allerhand Tipps aus. Außerdem verteilten sie das vorhandene wie erforderliche Material – Stoffe, Draht, Bänder – untereinander.

600 Masken haben die Landfrauen bereits gespendet

Rund 600 Mund-Nasen-Masken konnten in dieser Woche so schon angefertigt, eingesammelt und gespendet werden. Über einen Karton mit Masken, Plätzchen und Schokolade freute sich das Team der Kinderklinik in Datteln.

Andrea Voss, deren Aktion „Helden-Camper“ während der jüngsten Mitgliederversammlung der Landfrauen finanziell unterstützt worden ist, erhielt weitere Masken. Zusätzlich gingen einige Exemplare an das Altenheim in Hiddingsel. Und auch der ambulante Pflegedienst der BHD-Sozialstation ist nun mit den genähten Schutzutensilien ausgestattet.

Nächste Sammelaktion geht in der kommenden Woche über die Bühne

Im Blumengeschäft von Tanja Funhoff mitten im Rosendorf können die Masken zudem gegen eine Spende für das Kinderpalliativzentrum in Datteln gekauft werden. In der kommenden Woche starten die Landfrauen ihre nächste Sammelaktion, kündigen sie an. Und bis dahin rattern überall die Nähmaschinen.

Maßnahmen der NRW-Landesregierung

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  • Die Bundesregierung und die Länder haben sich am Sonntag (22. März) auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 20. April.

    Foto: dpa
  • Schulen und Kitas geschlossen

    Bereits seit Montag (16.3.) sind die Schulen in NRW geschlossen. Die Lehrer blieben im Dienst, zur Vorbereitung von Abschlussarbeiten etwa oder um digitale Unterrichtsformen durchzuführen.

    Ebenso dürfen Kinder bis zum schulpflichtigen Alter seit Montag nicht mehr in Kitas gebracht werden. Kinder sollten nicht bei Großeltern untergebracht werden.

    Für die Kinder des Personals, das zur Bewältigung der Krise notwendig sei, gibt es besondere Betreuungsangebote.

    Foto: Caroline Seidel
  • Geschäfte und Läden werden geschlossen.

    In Nordrhein-Westfalen sind seit Mittwoch (18.3.) alle Geschäfte und Läden geschlossen, die nicht der täglichen Grundversorgung dienen. Supermärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Drogerien, Baumärkte, Großmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Zeitschriftenhandel und Friseure zum Beispiel bleiben auf. Lebensmittel dürfen sonntags verkauft werden. Aber alle großen Supermarktketten wollen vorerst bei ihren Öffnungszeiten bleiben und nicht sonntags öffnen.

    Foto: dpa
  • Spielplätze

    Alle Spiel- und Bolzplätze sind gesperrt. "Bitte jetzt nicht auf irgendwelche Wiesen ausweichen", mahnte NRW-Familienminister Stamp.

    Foto: dpa
  • Gastronomie

    Restaurants,Bars, Cafés, Kneipen und Amüsier-Etablissements müssen ganz schließen. Nur Lieferung oder Abholung sind noch möglich.

    Foto: dpa
  • Tourismus

    Hotels dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Reisebusreisen sind verboten.

    Foto: dpa
  • ÖPNV wird eingeschränkt:

    Der öffentliche Personennahverkehr in NRW wird wegen der Corona-Krise eingeschränkt. Bahn und Busse fahren vielerorts nur noch nach dem Ferien-Fahrplan. Es wird empfohlen, nur noch in dringenden Fällen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Fahrkarten-Kontrollen werden nicht mehr durchgeführt.

    Die Stadtwerke Münster bitten  alle Fahrgäste, in den Stadtbussen bis auf Weiteres nur die hinteren Türen für den Ein- und Ausstieg zu nutzen. Die erste Tür direkt bei der Fahrerin oder beim Fahrer bleibt vorsorglich geschlossen, im Bus werden keine Tickets mehr verkauft.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Freizeit

    Per Erlass der Landesregierung sind Veranstaltungen grundsätzlich untersagt, dazu gehören auch alle Konzerte oder Aufführungen.

    Kultureinrichtungen wie Ausstellungen und Kinos sind geschlossen. Auch Tier- und Freizeitparks müssen den Betrieb einstellen, gleiches gilt für Sportanlagen.

    Foto: Matthias Ahlke2
  • Sportbetrieb eingestellt

    Keine Spiele, kein Training. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen nicht mehr öffnen. Der Sport in NRW steht komplett still.

    Foto: imago-images
  • Gottesdienste abgesagt:

    Es dürfen ab sofort keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Alle religiösen Veranstaltungen müssen bis auf Weiteres abgesagt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Sommersemester-Start an NRW-Hochschulen verschoben:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird auch der Start des Sommersemesters an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vorerst bis zum 20. April, dem Ende der Osterferien, verschoben.

    Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • Operationen verschieben:

    Alle nicht zwingend nötigen Operationen in NRW sollen wegen der Coronakrise auf absehbare Zeit verschoben werden. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). 

    Foto: Georg Wendt
  • Keine Besuche mehr in Pflege- und Altenheimen in NRW:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Alten- und Pflegeheime in NRW grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, sagte Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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