20 Mitarbeiter betroffen
Kreis Steinfurt schottet Helios-Klinik in Lengerich ab

Lengerich -

Der Krisenstab des Kreises Steinfurt hat eine Teilschließung der Helios-Klinik in Lengerich angeordnet. Grund ist „ein gehäuftes Auftreten von positiv auf Covid-19 getesteten Mitarbeitern und Patienten“.

Donnerstag, 02.04.2020, 19:44 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 21:59 Uhr
In die Helios-Klinik wird ab sofort kein Patient mehr aufgenommen – es sei denn, es gibt einen akutem Verdacht auf Covid-19.
In die Helios-Klinik wird ab sofort kein Patient mehr aufgenommen – es sei denn, es gibt einen akutem Verdacht auf Covid-19. Foto: Michael Baar

Die Helios-Klinik wird ab sofort keine Patienten mehr aufnehmen, entlassen oder verlegen. Das haben das Krankenhaus und der Kreis am Donnerstagabend mitgeteilt. Als Grund für die Entscheidung wird in einer Mitteilung der Klinik „eine gehäufte Anzahl von positiv auf Covid-19 getesteten Mitarbeitern und Patienten“ genannt.

Teilschließung für 14 Tage

Es handelt sich um eine Anordnung des Krisenstabes des Kreises, bei dem das zuständige Gesundheitsamt angesiedelt ist. Die Teilschließung gilt nach Angaben der Behörde „ab sofort und für die nächsten 14 Tage“.

Weiter heißt es in der Erklärung der Klinik, dass auch keine Notfälle aufgenommen werden, „ausgenommen Patienten, die mit akutem Verdacht auf Covid-19 in die Notaufnahme kommen und intensivmedizinisch betreut werden müssen“. Der Rettungsdienst und die umliegenden Hospitäler seien über die Entwicklung bereits informiert worden.

20 der 360 Mitarbeiter infiziert

Derzeit sind nach Angaben aus Steinfurt knapp 20 der 360 Mitarbeiter infiziert, „eine größere Zahl befindet sich in Quarantäne“. Sechs Patienten mit einer bestätigten COVID-19-Erkrankung würden aktuell auf der Isolierstation behandelt.

Weiter hat der Kreis angeordnet, dass sich das gesamte Personal einem Test auf eine Coronavirus-Infektion unterziehen muss. Es „darf – sofern es nicht zwingend für die oben beschriebene Notfallversorgung zuständig ist – für 14 Tage nicht in der klinischen Versorgung eingesetzt werden“.

Der Beschluss ist am Donnerstagnachmittag gefasst worden. Erst am Mittwoch hatte das Krankenhaus öffentlich gemacht, dass sich Mitarbeiter infiziert haben.

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