SWH-Iaidoka gehen neue Wege
Schwertkämpfer werden per Video geschult

Havixbeck -

Die Ursprünge Budo-Disziplin Iaido liegen mehrere Jahrhunderte zurück. Bei aller Tradition nutzen die Schwertkämpfer des Sportvereins Schwarz-Weiß Havixbeck aber die moderne Videotechnik, um zu Hause weiter im Training zu bleiben.

Mittwoch, 01.04.2020, 06:00 Uhr
Die gemeinsamen Übungsstunden der Iaidoka des Sportvereins Schwarz-Weiß Havixbeck fallen wegen der Corona-Pandemie bereits seit Mitte März aus. Stattdessen wird zu Hause trainiert.
Die gemeinsamen Übungsstunden der Iaidoka des Sportvereins Schwarz-Weiß Havixbeck fallen wegen der Corona-Pandemie bereits seit Mitte März aus. Stattdessen wird zu Hause trainiert. Foto: Aaron Bürklein

Iaido, der japanische „Weg des Schwerziehens“, hat eine mehrere Jahrhunderte alte Tradition. Die Übungen mit dem Langschwert sind geprägt von überlieferten, meditativ-mentalen Elementen. In Zeiten der Corona-Krise setzen die Iaidoka des Sportvereins Schwarz-Weiß Havixbeck (SWH) jetzt aber ganz auf neuzeitliche Mittel der Kommunikation: Mit Hilfe von Videobotschaften wird das Training fortgeführt.

Iaido betreiben momentan zehn Aktive bei Schwarz-Weiß Havixbeck. „Das ist im Vergleich mit anderen Orten schon eine große Abteilung“, erläutert Dr. Dr. Reinhard Hübers, Trainer und stellvertretender Vorsitzender des Sportvereins, gegenüber unserer Zeitung. Diese Budo-Disziplin führe eher ein Nischendasein. In Havixbeck sei das Interesse allerdings stetig gewachsen, eine feste Trainingsgruppe habe sich inzwischen formiert.

Kreative Wege finden

Von der Einstellung des Spiel- und Trainingsbetriebs wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März sind die Iaidoka ebenso betroffen wie allen anderen SWH-Abteilungen. Das wöchentliche Training fällt bis auf Weiteres aus. „Wir wollen weiterhin in Kontakt bleiben“, berichtet Hübers, dass der Austausch der Sportler untereinander inzwischen über eine WhatsApp-Gruppe vonstatten gehe. „Das ist sehr gut angekommen.“

Doch es bleibt nicht mehr nur bei bloßen Unterhaltungen per Nachrichtendienst. Zu Hause trainieren die Sportler weiter – notgedrungen alleine. Ihre Übungen nehmen sie als Video auf und senden es an den Trainer, der ihnen Korrekturen und Hinweise zum Bewegungsablauf übermittelt. Schließlich bereiten sich einige der Iaidoka auf ihre nächsten Gürtelprüfungen vor. Noch gebe es allerdings dafür keine neuen Termine, so Dr. Dr. Reinhard Hübers.

Wichtig ist dem stellvertretenden SWH-Vorsitzenden, die Gruppe weiter beieinander zu halten. Solange die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bestehen, gelte es für den Sport kreative Wege zu finden, um weiterzumachen. „Wir lassen keinen zurück, wir bleiben dran!“, gibt sich Hübers zuversichtlich. Auskünfte über die Sportart Iaido und das Training bei Schwarz-Weiß Havixbeck erteilt er unter 01 60/93 52 15 02.

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