Shopware AG hofft auf positiven Effekt nach der Corona-Krise
Gemeinsames Frühstück am PC

Schöppingen -

Auf dem Parkplatz der Shopware AG herrscht gähnende Leere. Es sieht so aus, als stünde der Betrieb in der Corona-Zeit still. Doch dem ist nicht so. Der Hauptunterschied zu sonst ist: Die rund 200 Mitarbeiter des Software-Herstellers arbeiten momentan von zu Hause aus.

Dienstag, 31.03.2020, 17:50 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 18:09 Uhr
Zu einem ersten virtuellen Frühstück trafen sich rund 170 Mitarbeiter der Shopware AG.
Zu einem ersten virtuellen Frühstück trafen sich rund 170 Mitarbeiter der Shopware AG. Foto: Shopware AG

Aber auch die Shopware AG spürt die Auswirkungen der Pandemie. Das Unternehmen hat sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. „Der Grund ist, dass derzeit quasi niemand in der Firma ist, auch der Schulungsbetrieb pausiert und somit ein Großteil der Arbeit der Betroffenen vorübergehend wegfällt“, erklärt Pressesprecher Wiljo Krechting.

Der Pressesprecher zeigt sich aber zuversichtlich, dass das Unternehmen langfristig von der Corona-Krise profitieren werde. „Die Krise hat einen katalysierenden Effekt.“ Immer mehr Betriebe würden sich ernsthaft mit eigenen Online-Shops auseinandersetzen. Viele hätten erkannt, dass sie Online-Shops haben müssten, so Wiljo Krechting.

Kostenloses Shopsystem

Die Shopware AG stellt derzeit kleinen und mittelständischen Unternehmen im stationären Handel für drei Monate ein kostenloses Shopsystem zur Verfügung. „Unsere E-Commerce-Lösung unterstützt die Händler dabei, ihren Verkauf ins Internet zu verlagern und sich ein zweites, aber digitales Standbein für den Warenverkauf aufzubauen“, sagt Shopware-Vorstand Stefan Hamann.

Das Projekt wird laut Wiljo Krechting recht gut angenommen. Rund 50 Händler hätten sich in nicht einmal einer Woche angemeldet.

Für Stefan Hamann komme den Kommunikationstechnologien in Zeiten von verstärktem Homeoffice eine entscheidende Rolle zu. „Wir verwenden Slack und Zoom, da wir vor dem Coronavirus häufig damit gearbeitet haben“, so Stefan Hamann.

In dieser Situation ansprechbar

Er ist davon überzeugt, dass es gerade in dieser Krise wichtig sei, die Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Das trage auch dazu bei, „das Gefühl von Distanz oder Isolation zu verringern. Jetzt suchen Mitarbeiter wahrscheinlich mehr denn je nach Führung und Orientierung“. In dieser Situation ansprechbar zu sein, sei sehr wichtig, so Hamann.

Das Schöppinger Unternehmen hält den Kontakt zu seinen Mitarbeitern auch über ein virtuelles Frühstück aufrecht.

In der Corona-Krise sollen sich die rund 200 Mitarbeiter einmal pro Woche in einem virtuellen Raum treffen. Dabei erfahren sie die Neuigkeiten aus den Abteilungen und bleiben so auf dem Laufenden.

Am Testlauf nahmen 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil.

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