Nachwuchstalent: Piet Mundry dreht eigene Filme
Uuuuuund Action!

Lüdinghausen -

Am liebsten steht er hinter der Kamera: Piet Mundry schreibt Drehbücher und macht Filme. „Nine Hours Left“ heißt das jüngste Projekt des 15-jährigen Lüdinghauser. Zu sehen gibt es sein neuestes Werk am heutigen Samstag (29. Februar) auf großer Leinwand im Dülmener Kino. Und dann ist Action angesagt, dreht sich die Geschichte doch um einen mysteriösen Mordfall.

Samstag, 29.02.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 11:49 Uhr
Das Filmschneideprogramm beherrscht Piet Mundry mittlerweile aus dem Effeff. Der 15-jährige Lüdinghauser schreibt eigene Drehbücher und setzt sie - gemeinsam mit Freunden und Bekannten - um.
Das Filmschneideprogramm beherrscht Piet Mundry mittlerweile aus dem Effeff. Der 15-jährige Lüdinghauser schreibt eigene Drehbücher und setzt sie - gemeinsam mit Freunden und Bekannten - um. Foto: Annika Wienhölter

Wenn Piet Mundry von den Dreharbeiten für seinen neuesten Film erzählt, glänzen seine Augen vor Begeisterung. Spricht er über das stundenlange, detailverliebte Schneiden und das Nachvertonen, huscht ein breites Grinsen über sein Gesicht. Und als er die nahende Premiere im großen Kinosaal ankündigt, glühen seine Wangen rot vor Aufregung. Kein Zweifel: Der 15-Jährige liebt sein Hobby. Er ist Filmemacher aus Leidenschaft.

Als einen solchen mag sich der Lüdinghauser – bescheiden wie er ist – aber erst seit November bezeichnen. Und das obwohl er schon als kleiner Junge gerne mit der Kamera seines Vaters Sebastian alles und jeden aufgenommen hat. Während einer Klassenfahrt ist ein erster Kurzfilm über eine Verfolgungsjagd entstanden. Beim Schneiden half ihm damals sein Papa. „Er hat mir gezeigt, wie das geht. Und wie ich Musik unterlege“, erinnert sich Piet. Ansonsten habe er sich alles selbst beigebracht, teilweise mit Hilfe von „YouTube“-Tutorials. Vor zwei Jahren hat er eine eigene Kamera zum Geburtstag geschenkt bekommen. Die ist seitdem gefühlt permanent im Einsatz. An seinem Notebook bearbeitet er anschließend das Material.

Zwei Fantasy-Streifen sind so schon entstanden, immer gemeinsam mit Freunden – Spezialeffekte inklusive. Klingt höchst professionell. Dennoch: „Die kann ich niemandem zeigen“, bewertet Piet seine ersten Versuche als Drehbuchautor und Regisseur durchaus äußerst kritisch. Dennoch lächelt er dabei.

„Nine Hours Left“: Ein mysteriöser Mordfall

Bei seinem neuesten Projekt ist das völlig anders. „Nine Hours Left“ heißt der 40-minütige Film über einen mysteriösen Mordfall in Lüdinghausen. Am heutigen Samstag (29. Februar) flimmert der Streifen über eine Leinwand im Cinema Dülmen – vor 85 Zuschauern, darunter die Schauspieler und ihre Angehörigen sowie Freunde und Verwandte von Piet. „Sogar meine Cousine aus Berlin reist an“, erzählt der Steverstädter nicht ohne Stolz. Mit einer kurzen Rede will er die Filmpremiere einläuten, danach gibt‘s exklusive Outtakes zu sehen. Und ein gemeinsames Abendessen mit der kompletten Crew. Dazu gehört auch Marie Pawlinsky, eine sehr gute Freundin von Piet, die ihm als Regieassistentin stets mit Rat und Tat zur Seite stand.

Man muss einen Film fühlen können, es müssen Emotionen geweckt werden.

Piet Mundry

Er sei schon sehr aufgeregt, gesteht der Cani-Schüler. Immerhin steckt viel Arbeit in seinem jüngsten Werk. Nachdem das Drehbuch geschrieben war, standen zwischen Anfang November und Ende Januar fünf Drehtage in seinem Kalender. Hinzu kommen unzählige Stunden am PC. Schließlich soll alles perfekt sein, wenn er seinen Film erstmals einem Publikum präsentiert. Darauf freut er sich, seit Sonntag ist das Werk komplett fertig. „Ich bin nun zufrieden“, stellt der Neuntklässler fest. „Später irgendwann“ möchte er „Nine Hours Left“ auf „YouTube“ hochladen. Ein Trailer lässt sich bereits auf seiner eigenen Homepage www.cup-of-pictures.de finden.

Fan verschiedener Filmgenres

Piet selbst ist Fan verschiedener Filmgenres – von ganz alten, schwarz-weißen Schätzchen bis hin zu modernen Blockbustern. Sein absoluter Favorit: „Saving Mr. Banks“. Der Streifen habe ihn total begeistert und berührt. „Man muss einen Film fühlen können, es müssen Emotionen geweckt werden“, lautet sein Credo. Das treffe insbesondere auf die Werke von Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Christopher Nolan zu: „Die sind alle super inspirierend. Mit ihm würde ich mich sehr gerne mal unterhalten“, schwärmt der Gymnasiast von seinem Idol und dessen Können. Als Filmemacher zu arbeiten – das ist Piets Traum. Er weiß allerdings, dass der Weg bis dahin noch lang ist. Immerhin: Einen Regiestuhl nennt er seit Weihnachten sein Eigen.

Premiere und mehr

Piet Mundrys Film „Nine Hours Left“ feiert am heutigen Samstag (29. Februar) um 15 Uhr Premiere im Cinema Dülmen. Schon jetzt hat der 15-Jährige viele Ideen für neue Projekte. Wer Lust hat, ihn zu unterstützen – egal ob vor oder hinter der Kamera –, erreicht den Lüdinghauser per E-Mail an piet.mundry@cup-of-pictures.de .

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