Entscheidung des BAK
Narrenumzug in Gronau wird nicht nachgeholt

Gronau -

Der ausgefallene Karnevalsumzug wird nicht nachgeholt. Das ist das Ergebnis von Gesprächen des Bürgerausschusses Karneval (BAK), der Stadt und beteiligten Organisationen und Vereinen. Diese Entscheidung sei allen Beteiligten nicht leicht gefallen, so BAK-Präsident Ralf-Udo Blöding. Doch es sprachen viele Gründe für den Entschluss:

Donnerstag, 27.02.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 09:41 Uhr
Die „Wilde Maus“ war trotz des Umzug-Ausfalls ein Hingucker. Nächstes Jahr können die Gaudimacher in der gleichen Aufmachung ruhig noch einmal mitmachen.
Die „Wilde Maus“ war trotz des Umzug-Ausfalls ein Hingucker. Nächstes Jahr können die Gaudimacher in der gleichen Aufmachung ruhig noch einmal mitmachen. Foto: Martin Borck

► Die Baumaßnahmen in der Neustraße beginnen in diesen Tagen. Ein Umzug durch die Neustraße ist in der nächsten Zeit nicht mehr möglich. Eine geänderte Streckenführung lässt sich kurzfristig nicht bewerkstelligen (Genehmigungs- und Sicherheitsprobleme).

► Viele Teilnehmer stehen für eine Neuauflage nicht zur Verfügung (u.a. Gruppen/Wagen aus den Niederlanden und der Prinzenwagen). Es wäre nur ein „Rumpfumzug“ geworden.

► Die Sicherheitsauflagen wären gleich, egal ob 20 000 oder 5000 Zuschauer kommen. Die Kosten dafür (auch die anschließende Stadtreinigung) gingen zu Lasten des BAK, der das finanziell nicht stemmen könnte.

► Bei einer zeitnahen Neuauflage des Umzuges hätte man ihn in der Fastenzeit durchführen müssen. Das wollten alle beteiligten Gronauer Vereine nicht.

► Bei einem späteren Zeitpunkt – so die Erfahrungen aus anderen Städten vor ein paar Jahren – sind die Zuschauerzahlen extrem niedrig. „Stimmung wollte selbst bei sehr gutem Wetter einfach nicht aufkommen“, so Blöding. „Karnevalslieder im Sommer kommen wohl nicht so gut an.“

► Teilweise sind die Wurfmaterialien schon anderweitig verwendet oder abgegeben worden.

Der BAK bedauert die Absage des Umzugs immer noch. „Allerdings haben die vorliegenden Wetterdaten an dem Sonntag keine andere Wahl gelassen. Der BAK bittet alle Vereine und Gruppen, die sich am Umzug beteiligen wollten, im nächsten Jahr – bei hoffentlich besseren Rahmenbedingungen – wieder dabei zu sein. Die Wagen und Utensilien solle man möglichst einlagern und am 14. Februar 2021 erneut am Start stehen. „Dann wird der nächste Umzug ein Knaller!“, so Blöding.

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