Coronavirus: Ärzte und Apotheker melden Nachfrageanstieg
Mundschutz ist kaum noch erhältlich

Ahlen -

Das Coronavirus hat Nordrhein-Westfalen erreicht – und alarmiert auch die Ahlener Bürger. Verstärkte Nachfragen im Bereich der Hygieneartikel und weiterer Vorsorgemöglichkeiten verzeichnen die Ärzte und Apotheker.

Donnerstag, 27.02.2020, 19:49 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 10:20 Uhr
Die Vorräte sind fürs Erste erschöpft: In der „Park-Apotheke“ reicht Valeria Holstein am Donnerstagmittag den letzten verfügbaren Mundschutz über die Ladentheke.
Die Vorräte sind fürs Erste erschöpft: In der „Park-Apotheke“ reicht Valeria Holstein am Donnerstagmittag den letzten verfügbaren Mundschutz über die Ladentheke. Foto: Christian Wolff

Der neuartige Coronavirus versetzt die Menschen in große Sorge – auch in Ahlen. Vor allem Ärzte und Apotheken registrieren eine täglich wachsende Nachfragen angesichts der nun auch in Deutschland aufgetretenen Erkrankungsfälle.

„Mundschutz und Handdesinfektionsmittel sind extrem gefragt“, sagt Apotheker Matthias Bußmann auf Nachfrage unserer Zeitung. In seiner „Park-Apotheke“ gebe es seit Wochen fast nur noch das eine Thema, sagt Mitarbeiterin Valeria Holstein am Donnerstagmittag. „Wir haben gerade den letzten Mundschutz verkauft.“ Die Nachfrage sei so hoch, dass der Markt „quasi leergefegt“ ist.

Markt ist nahezu leergefegt

Matthias Bußmann: „Ist doch einmal ein Mundschutz oder Desinfektionsmittel zu bekommen, dann wird es oftmals im Internet zu horrenden Preisen angeboten. Hier kann man deutlich erkennen, welcher Sinn in einer Preisbindung von Medikamenten steckt.“ Sie sorge dafür, dass nicht der Preis eines Medikaments im Notfall ausschlaggebend ist, wer das Medikament bekommt.

Wer erste Krankheitsanzeichen verspürt oder Kontakt zu Personen gehabt hat, bei denen das neuartige Virus nachgewiesen wurde, sollte sich an das Gesundheitsamt wenden. „Das gilt auch dann, wenn sich jemand in einem ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat“, erläutert der Ahlener Apotheker. „Unnötige Kontakte zu Mitmenschen sind dann definitiv zu vermeiden. Deswegen ist es auch wichtig, nicht sofort persönlich in einem Wartezimmer aufzutauchen, wo andere Menschen vielleicht unbewusst angesteckt werden könnten. Stattdessen kann man besser telefonisch Kontakt zu einem Arzt aufnehmen und die Symptome schildern.“ Der Arzt werde dann das weitere Vorgehen besprechen.

Mundschutz gegen Tröpfchen

Übrigens: Das Tragen eines Mundschutzes kann helfen, die Tröpfchen, die man beim Husten oder Niesen verteilt, im Mundschutz zu sammeln. So werden weitere Personen vor einer Ansteckung geschützt. Der Mundschutz dient also weniger dem Eigenschutz, als vielmehr dazu, andere Menschen vor Ansteckung zu schützen.

Weitere Informationen rund um den Coronavirus bieten die Internetseiten des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Weitere Informationen rund um den Coronavirus bieten die Internetseiten des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufk

 

 

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