Terrorverdacht
Mögliche Bedrohungslage in der US-Kaserne in Dülmen geprüft

Münster/Dülmen -

Am Wochenende haben US-Geheimdienstkreise Informationen erhalten, wonach US-Militäreinrichtungen in Deutschland von Terroranschlägen bedroht sein sollten. Ausdrücklich genannt wurden auch die Tower Barracks in Dülmen. 

Montag, 20.01.2020, 10:55 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 11:43 Uhr
Terrorverdacht: Mögliche Bedrohungslage in der US-Kaserne in Dülmen geprüft
Die Tower Barracks in Dülmen sollten Ziel eines jordanischer Extremisten gewesen sein, doch es gibt Entwarnung. Foto: Markus Michalak

Am Montag gab es dann Entwarnung: „Der Staatsschutz hat den Sachverhalt geprüft und sieht keine konkrete Gefahr“, teilte die Polizei Münster auf Nachfrage mit. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde aber der Objektschutz erhöht. Im Klartext: Die Polizei fährt häufiger Streife.

Die „Dailymail“ hatte am Montag auf ihrer Online-Plattform von Hinweisen berichtet, wonach ein jordanischer Extremist die Ermordung von US-Soldaten in Deutschland plane. Genannt wurden dabei die Tower Barracks in Grafenwohr und Dülmen. In der Stadt im Kreis Coesfeld betreibt die US-Army derzeit ein Depot.

Das US-Militär hatte am Wochenende nach eigenen Angaben eine etwaige Bedrohungslage für Truppen in Deutschland überprüft. „Wir können bestätigen, dass eine mögliche Bedrohung identifiziert und untersucht wurde“, teile eine Sprecherin der US-Streitkräfte in Europa auf Nachfrage der dpa mit. Eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung sei jedoch nicht festgestellt worden.

Zuerst hatte das US-Magazin „Newsweek“ berichtet, die Vereinigten Staaten hätten eine Information über einen möglicherweise unmittelbar bevorstehenden Angriff auf US-Soldaten in Deutschland erhalten.

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