Zugausfälle im Münsterland
Eurobahn-Streik: Tarifparteien treffen sich zum Gespräch

Münster/Düsseldorf -

Der Arbeitskampf bei der Eurobahn dauert nun schon fast einen Monat - und immer mehr Verbindungen fallen aus. Sondierungsgespräche sollen die verhärteten Fronten auflockern.

Montag, 06.01.2020, 01:46 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 07:11 Uhr
Das Logo der Eurobahn.
Das Logo der Eurobahn. Foto: Friso Gentsch

Im Streik bei der Eurobahn gibt es für die seit Wochen unter Zugausfällen leidenden Kunden zumindest wieder ein wenig Hoffnung auf ein Ende des Arbeitskampfes. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG und die Eurobahn-Mutter Keolis trafen sich am Montag in Düsseldorf zu einem rund vierstündigen Sondierungsgespräch, wie Keolis mitteilte. Über den Verlauf der Gespräche war zunächst nichts zu erfahren. Sie sollen am Mittwoch (9. Januar) fortgesetzt werden.

Die EVG fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Die Verhandlungspositionen beider Seiten schienen vor Beginn der Sondierungsgespräche allerdings noch weit voneinander entfernt. So klagte der EVG-Vorsitzende Torsten Westphal noch am Freitag, dass der Gewerkschaft „kein verhandlungsfähiges Angebot“ vorliege. Keolis selbst hatte dagegen berichtet, der EVG ein deutlich verbessertes Angebot unterbreitet zu haben, das den EVG-Wünschen bei wichtigen Themen „sehr weit“ entgegenkomme.

Der Streik soll laut EVG vorläufig weitergehen. Zum Ferienende in NRW kündigte die Eurobahn wegen des Arbeitskampfes sogar weitere Einschränkungen im Bahnangebot an. Der Schwerpunkt der Streiks liegt laut Keolis in der Eurobahn-Werkstatt in Hamm-Heessen. Dies führe dazu, dass immer weniger Züge für den Verkehr zur Verfügung stünden.

Ausfälle im Münsterland

Im Münsterland waren am Montag etwa die Verbindungen Münster-Osnabrück, Münster-Rheine und Münster-Hamm von Zugausfällen betroffen. Auf der Strecke Münster-Warendorf-Bielefeld kam es zudem zu einem „verminderten Platzangebot”, wie die Eurobahn berichtete.

Für Bahnkunden im Münsterland kommt hinzu, dass seit Montag auf der Strecke Münster-Dortmund gebaut wird. Als Ersatz für ausfallende Züge sind Busse zwischen Davensberg und Lünen unterwegs.

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