Urteil
Gericht: Landwirt muss Rindern Auslauf geben

Münster -

Rinderhalter müssen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Münster ihre Tiere in sogenannter Anbindehaltung zeitweise auslaufen lassen. Damit hat das Gericht laut Mitteilung von Donnerstag den Eilantrag eines Landwirtes aus dem Kreis Borken abgelehnt. 

Donnerstag, 02.01.2020, 12:52 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 15:58 Uhr
Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.
Rinder ohne täglichen Auslauf im Stall halten? Das Verwaltungsgericht Münster hat einen Eilantrag eines Landwirtes aus dem Kreis Borken abgelehnt. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte

Der Kreis hatte nach einer unangekündigten amtlichen Kontrolle die fehlende Bewegung der Tiere angemahnt und die ganzjährige Fixierung der Rinder im Stall als nicht verhaltensgerechte Unterbringung kritisiert.

Das Amt hatte für die Zeit von Juni bis Ende September täglich mindestens zwei Stunden freien Auslauf angeordnet. Dagegen war der Landwirt juristisch vorgegangen. Er sieht seine Tiere bei freiem Auslauf einer erhöhten Infektionsgefahr und Angriffen durch Wölfe und Hunde ausgesetzt. Das Verwaltungsgericht bestätigte jedoch nun die Anordnung des Kreisveterinäramtes. Rechtskräftig ist der Beschluss noch nicht. Der Landwirt legte Beschwerde am Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster ein.

Bereits im August hatte das Verwaltungsgericht in Münster den Tierschutz gestärkt. Die Richter bemängelten, dass ein Züchter von Jung-Rindern seinen Tieren zu wenig Platz im Stall eingeräumt hatte.

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