Flugplatz Borkenberge
Feuerwerk-Test auf der Landebahn

Seppenrade/Dülmen -

„Einige Batterien kippten einfach um, Raketen flogen nicht hoch genug und manche Böller waren einfach viel zu laut.“ Das Urteil von Fachmann Wolfgang Stabe fiel bei einem Drittel des Feuerwerks vernichtend aus, das er am Donnerstag auf dem Flugplatz Borkenberge im offiziellen Auftrag getestet hatte.

Freitag, 20.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 20.12.2019, 08:48 Uhr
Auf dem Flugplatz Borkenberge testete der Dülmener Wolfgang Stabe (r.) Feuerwerkskörper im Auftrag des holländischen Transportministeriums.
Auf dem Flugplatz Borkenberge testete der Dülmener Wolfgang Stabe Feuerwerkskörper im Auftrag des holländischen Transportministeriums. Foto: privat

Das hat der Dülmener Feuerwerker Wolfgang Stabe auch noch nicht erlebt: „Das holländische Transportministerium rief mich an, ob ich nicht kurzfristig 200 Silvester-Feuerwerkskörper testen könnte.“ Hintergrund: Die riesigen Schiffsladungen aus China, die im Hafen von Rotterdam derzeit vor Anker liegen, wollten die niederländischen Behörden nicht ungeprüft in den Verkauf gehen lassen. „Und das war auch gut so“, ergänzt Stabe. Denn ein Drittel fiel beim Testlauf am Donnerstag durch. „Einige Batterien kippten einfach um, Raketen flogen nicht hoch genug und manche Böller waren einfach viel zu laut.“

Knallkörper dürfen nicht verkauft werden

Deshalb sei es auch gut, dass die – zum Teil auch für Deutschland vorgesehenen – Knallkörper nicht offiziell verkauft werden dürften. Am Donnerstag sei europaweit der letzte Tag vor dem Jahreswechsel gewesen, an dem solche Tests noch durchgeführt werden durften, ergänzt Stabe. Auf dem Flugplatz Borkenberge war seit den Morgenstunden deswegen ziemlich was los. Vertreter des Ministeriums und aus den Niederlanden machten aus der Landebahn für Segelflieger eine staatliche Feuerwerk-Test-Stätte.

Stabe und sein Team hoffen, dass auch die Menschen, die sich womöglich durch die Knallerei belästigt fühlten, am Ende Verständnis dafür haben werden, dass diese riskanten Produkte getestet werden müssen. Und er verspricht: Dieses Jahr wird es keine weitere Tests geben.“

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