Wann Schilder auf „Straßenschäden“ hinweisen
Warnen statt ausbessern?

Münster -

Tempo 50 wegen Straßenschäden: Da fühlt sich mancher Autofahrer schnell gegängelt – vor allem, wenn er auf den ersten Blick keine Straßenschäden sieht. Aber die Gefahr lauert oft im Verborgenen . . .

Samstag, 14.12.2019, 13:00 Uhr
Tempo 50 wegen Straßenschäden? Eher selten, meint der Leiter der münsterischen Master-Meisterei. Wird vor Schäden gewarnt, müssen die Autofahrer ihre Geschwindigkeit auch so anpassen.
Tempo 50 wegen Straßenschäden? Eher selten, meint der Leiter der münsterischen Master-Meisterei. Wird vor Schäden gewarnt, müssen die Autofahrer ihre Geschwindigkeit auch so anpassen. Foto: Gunnar A. Pier

Manche sehen sie schlicht als Zeichen knapper Kassen an: Schilder, die auf Straßenschäden hinweisen. Warnen statt ausbessern? Wie auch immer: Für Autofahrer gehören sie zum Alltag – und sind manchmal gar verbunden mit Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wenn dann auf den ersten Blick kein Schlagloch zu sehen ist, fühlt sich der gemeine Autofahrer gerne unnötig gegängelt.

Dabei gibt es einigermaßen klare Regeln, wann vor Straßenschäden gewarnt werden muss: „Wenn es Gefährdungen gibt, mit denen der Verkehrsteilnehmer nicht rechnen konnte“, erklärt Volker Quebe, Leiter der münsterischen Master-Meisterei. Eine plötzliche Bodenwelle, verräterische Längsrisse oder Unterspülungen, die zu plötzlichen Fahrbahnschäden führen könnten, nennt er als Beispiele – und erklärt so auch, warum Autofahrer von manchen Straßenschäden nicht mehr mitkriegen als die Warnung vor selbigen. Manches gefährdet etwa nur Motorradfahrer.

Aufmerksam werden die Straßenmeistereien auf Schäden in der Regel bei ihren Streckenkontrollen. Jeder Meter Straße wird mindestens einmal in der Woche abgefahren. Die Straßenwärter kontrollieren den Fahrbahnzustand und melden, wenn es Unregelmäßigkeiten gibt. Dann wird entschieden, was zu tun ist.

Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es nach Quebes Einschätzung dabei eher selten. Werde vor „Straßenschäden“ gewarnt, bedeute das schließlich bereits, dass die Fahrer ihr Tempo gegebenenfalls anpassen müssten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7132236?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker