Bahndammsanierung steht bevor
Baustellen sind sichtbar

Ascheberg -

1,9 Kilometer Bahndamm werden ab 6. Januar 2020 zwischen Ascheberg und Davensberg saniert. Zwei Baustellenplätze werden am Rand eingerichtet.

Donnerstag, 12.12.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2019, 20:47 Uhr
Die Baustelle in der nähe des Hofes Stilling wird gerade eingerichtet. Dort wird das Material angeliefert und auf Schienenfahrzeuge umgeladen. die Lkws kommen über eine Stahlplatten-Straße.
Die Baustelle in der nähe des Hofes Stilling wird gerade eingerichtet. Dort wird das Material angeliefert und auf Schienenfahrzeuge umgeladen. die Lkws kommen über eine Stahlplatten-Straße. Foto: hbm

1,9 Kilometer Bahndamm werden ab 6. Januar 2020 zwischen Ascheberg und Davensberg saniert. Neben den Gleisen werden Spundwände in den Boden gebracht, unter den Gleisen werden sie mit Ankerstangen verbunden. Markus Vierhaus und Sebastian Fax von der DB Netz informierten am Mittwochabend im Bürgerforum des Rathauses über die bevorstehenden Arbeiten. Die Mehrzahl der Besucher erhielt trotzdem keine Antworten auf drängende Fragen. Sie drehten sich um ihr Fortkommen als Pendler in dieser Zeit. Ihnen ging es um Tickets, Abfahrtszeiten und Verlässlichkeit der Busse.

Die Arbeiten am maroden Bahndamm zwischen Ascheberg und Davensberg werden von Süden (Kilometer 26,3) nach Norden (Kilometer 28,2) erfolgen. Die DB Netz ist aktuell dabei zwei Zugangspunkte einzurichten. Das Material wird jeweils von Norden zur aktuellen Baustelle gebracht. Dazu gehören etwa 3200 Spundwände und 570 Ankerstangen. Die „Einflugschneise“ ist schon zu erkennen. Zwischen Davensberg und dem Hof Stilling ist mit Stahlplatten eine provisorische Zufahrt entstanden. Am Bahndamm wird ein Bauplatz eingerichtet. Nach dorthin wird das Material mit Lkws gebracht, auf Schienenfahrzeuge umgeladen und dann zur Baustelle gefahren.

Für Menschen und Maschinen ist auf einem Teil des Parkplatzes am Bahnhof Ascheberg vorgesehen, einen Bauplatz einzurichten. Das sind Arbeiten, die bis zum 6. Januar 2020 erledigt sein sollen. Denn dann sollen die Spundwände in den Boden gebracht werden. Das genau Verfahren ließ Vierhaus offen: „Wir haben es mit einer Ramme ausprobiert. Es ist aber auch möglich die Wände einzuvibrieren. Die Ramme ist lauter, beim Vibrieren bewegt sich das Umfeld stärke“, erklärt der Projektverantwortliche der DB-Netz.

Infos zu den drei Buslinien

Die drei Buslinien nach Lünen, Werne und Selm sind von Eurobahn-Mitarbeiten mit Kommunalpolitikern aus Ascheberg, Werne und Nordkirchen mit dem Bus abgefahren worden, teilt Keolis-Sprecherin Nicole Pizzuti auf WN-Anfrage mit. Bestimmte Straßen, in denen sich Busse nicht begegnen dürfen, wurden ausfindig gemacht und der Fahrplan so konzipiert, dass keine Begegnung stattfinden wird.Bei den Testfahrten wurde darauf geachtet, wie die kommunalen Bushaltestellen ausgestattet werden müssen, damit klar wird, dass der Schienenersatzverkehr auch dort hält. Es wird Aushänge und Schilder an den Bahnhöfen, Bussen und den kommunalen Bushaltestellen geben. Zudem werden Flyer mit den genauen Routen und Abfahrtszeiten an die Fahrgäste verteilt.Die Gemeinde Ascheberg weist darauf hin, dass eine Anfahrt mit dem Auto zum Bahnhof Ascheberg möglichst vermieden werden sollte. Am Bahnhof Ascheberg gibt es wenige Parkplätze und außerhalb ist Parken verboten. Die Gemeinde wird falsch geparkte Fahrzeuge rigoros abschleppen lassen, damit Platz für die Busse ist. Die Eurobahn weist schon darauf hin, dass die Busse zwar barrierefrei sind, aber ein Umstieg zum Zug in Davensberg wegen der Infrastruktur am Bahnhof nicht gewährleistet wird.Die drei Buslinien werden in Davensberg gleichzeitig losfahren. In den ersten zwei Wochen wird die Linie A ( Ascheberg Altenwohnheim bis Lünen) mit zwei Bussen gleichzeitig bedient. Nach der zweiwöchigen Phase werden die Fahrgastzahlen ausgewertet und die Kapazitäten angepasst.

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Die tägliche Arbeitszeit wird beim Arbeitsstart von Montag bis Freitag und dort von sieben bis 20 Uhr sein. Damit hat Vierhaus auch den Spielraum beschrieben, der bei einem langsameren Fortgang der Arbeiten besteht: Samstags, sonntags, nachts. . . Klares Ziel sei es, die Strecke am 12. August wieder freizugeben. Dazu müssten die Sanierarbeiten Mitte Juli erledigt sein. Etwa einen Monat benötige man, um die Strecke wieder fahrbereit zu machen.

Die Arbeiten, so Vierhaus auf Nachfrage, stünden einem späteren zweigleisigen Ausbau nicht im Wege. Bauerlaubnisverträge entlang der Strecke seien geschlossen worden, die Aufträge vergeben. Für nahe an den Anlagen wohnende Menschen stellte Vierhaus klar: „Es kaputt geht, wird repariert.“ Bei Häusern gebe es vorher eine Beweissicherung.

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Erste Zeiten zum Ersatzfahrplan sollen unbestätigen Hinweisen zufolge am Freitag veröffentlicht werden.

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