Tristan Schiller absolvierte seine Ausbildung bei C. Cramer in Nienborg
Der Beste in Deutschland

Nienborg -

Der Montagabend hat beim gebürtigen Nienborger Tristan Schiller merklich Eindruck hinterlassen. „Das war schon spektakulär, einfach ein einmaliges Erlebnis“, sagt der 20-Jährige.

Mittwoch, 11.12.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2019, 17:36 Uhr
Mit 97 Punkten in den Abschlussprüfungen ist Tristan Schiller der beste Produktionsmechaniker mit der Fachrichtung Textil Deutschlands. Am Montag wurde er bei einer Gala in Berlin dafür ausgezeichnet.
Mit 97 Punkten in den Abschlussprüfungen ist Tristan Schiller der beste Produktionsmechaniker mit der Fachrichtung Textil Deutschlands. Am Montag wurde er bei einer Gala in Berlin dafür ausgezeichnet. Foto: Till Goerke

Bei einer großen Gala im Berliner Maritim-Hotel wurden jetzt die bundesbesten Azubis der jeweiligen Ausbildungsberufe geehrt. Unter ihnen: Tristan Schiller, der seine Ausbildung zum Produktionsmechaniker mit der Fachrichtung Textil bei der Firma C. Cramer in Nienborg absolvierte. 100 von 100 Punkten in der praktischen Prüfung und 93 in der Theorie machte in der Summe stolze 97 Punkte als Gesamtnote. Ein Wert, den 2019 in diesem Ausbildungsberuf sonst keiner in Deutschland erreichte. „Ja, ein kleines bisschen stolz ist man schon darauf“, sagt der junge Mann bescheiden.

Die Ehrungen der Azubis mit Urkunde und Pokal übernahmen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Und TV-Star Barbara Schöneberger moderierte den Gala-Nachmittag. „Das war schon cool, mit ihr zusammen auf der Bühne zu stehen“, so Tristan Schiller.

Von Barbara Schöneberger interviewt

Für einige der insgesamt 206 ausgezeichneten Azubis gab es auf der Bühne vor gut 1000 geladenen Gästen das volle Aufmerksamkeitsprogramm. Tristan Schiller gehörte dazu. „Wir standen lange als Gruppen im Backstagebereich. Dann wurden wir einzeln auf die Bühne gerufen“, erzählt der 20-Jährige. Dort wurde er dann von Barbara Schöneberger zu seinem Ausbildungsberuf interviewt. Nervös sei er dabei nicht gewesen. „Das kenne ich nicht. Mir macht das nichts.“ Ohne Versprecher und ganz souverän habe er seinen großen Auftritt gemeistert. Angereist war er übrigens schon einen Tag zuvor. „Ein bisschen über den Weihnachtsmarkt schlendern musste sein.“ Begleitet wurde er dabei von seinen Eltern. Am Dienstag ging es zurück nach Nienborg, nach einer tollen After-Show-Party.

Dass Tristan Schiller den Beruf des Produktionsmechanikers wählte und seine Ausbildung bei C. Cramer absolvierte, hatte übrigens nichts mit einem Zufall zu tun: „Ein Kumpel hat schon bei Cramer gearbeitet und gesagt, dass es viel Spaß macht. Also habe ich mich um ein Praktikum beworben.“

Gerade genieße ich einfach nur den Moment.

Tristan Schiller

Und dann lief alles wie von selbst. Nach dem Schulabschluss 2016 folgte direkt die Ausbildung zum Produktionsmechaniker mit der Fachrichtung Textil. Dabei gehört der Umbau der Maschinen zu einer der Hauptaufgaben. Daneben gilt es die Maschinen zu überwachen, zu warten, zu pflegen und zu reparieren.

Die räumliche Nähe zur Firma hat für Tristan Schiller nur eine untergeordnete Rolle gespielt. „Viel wichtiger war, dass ich wusste, dass ich bei Cramer eine erstklassige Ausbildung bekomme.“ Das bestätigt Personalreferentin Claire Schulze Schleithoff natürlich gerne. „Wir unterstützen die Auszubildenden durch innerbetrieblichen Unterricht. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden zweimal wöchentlich durch zwei Mitarbeiter hinsichtlich der Themen in der Berufsschule intern geschult und gefördert werden.“

Aktuell werden in der Nienborger Weberei zehn Lehrlinge ausgebildet. „Wir bilden für den Eigenbedarf aus“, stellt Claire Schulze Schleithoff klar – auch Tristan Schiller nach seiner Ausbildung gleich übernommen. „Seine Auszeichnung macht uns natürlich stolz“, sagt Claire Schulze Schleithoff.

Demnächst möchte der Nienborger in der amerikanischen Cramer-Produktionsstätte in Dover/New Hampshire Erfahrungen sammeln. Und irgendwann einmal die Meisterprüfung ablegen. „Aber gerade genieße ich einfach nur den Moment.“

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