Bahnverkehr
Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel im Münsterland

Ab dem 15. Dezember gilt der neue Fahrplan der Bahn. Er bringt für Münster bemerkenswerte Verbesserungen im Fernverkehr. Doch am Albachtener Bahnhof werden weniger Züge halten. Die Änderungen für das Münsterland im Überblick. 

Donnerstag, 12.12.2019, 10:18 Uhr aktualisiert: 12.12.2019, 14:18 Uhr
Bahnverkehr: Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel im Münsterland
Vor allem zwischen Nord und Süd können Reisende je nach Standort auf deutliche Verbesserungen hoffen: So ist der Rhein-Haard-Express (RE 2) von Düsseldorf bis Münster eine Viertelstunde schneller und fährt dann bis Osnabrück durch. Foto: Ludger Warnke

Änderungen in den Regionalstrecken

Die Linie RE 2 wird zwischen Recklinghausen und Münster künftig nur noch in Haltern und Dülmen halten. Der sogenannte Rhein-Haard-Express (Düsseldorf - Essen - Münster - Osnabrück) soll so nach Angaben des Zweckverbands SPNV Münsterland (ZVM) beschleunigt werden. 

Über Münster hinaus wird die Linie täglich im Stundentakt bis Osnabrück verlängert und ersetzt dort die bisherigen Fahrten der RB 66. Hierbei entfallen zweistündlich einzelne Halte in Kattenvenne und Natrup-Hagen. In der Hauptverkehrszeit bleiben für Kattenvenne halbstündliche Verbindungen am Morgen nach Münster und Osnabrück und am Nachmittag aus Münster erhalten.

Weniger Halte in Albachten

Damit die Linie RE 2 vom Ruhrgebiet bis Münster eine Viertelstunde weniger Zeit braucht, entfallen einige Haltestellen. Das soll die Linie RE 42, die im Gegenzug häufiger unterwegs ist, aber wieder auffangen. Konfliktsituationen zwischen Regional- und Fernverkehr: Durch zusätzliche Fernzüge kommt es in Münster-Albachten im neuen Fahrplan zu deutlich mehr Haltausfälle als bisher. Der Winterfahrplan sieht vor, dass die Züge am Albachtener Bahnhof künftig zum Großteil nur noch im Stundentakt halten. Bislang galt beim Halt in Albachten fast ein Halbstundentakt.

Übernahme der Linie RE 6

Der National Express übernimmt zum 15. Dezember die Linie RE 6 (Flughafen Köln/ Bonn über Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bielefeld und Minden) mit den neuen RRX-Fahrzeugen vom bisherigen Betreiber DB Regio. Der Fahrplan bleibt im westfälischen Bereich unverändert.

Neues Angebot im Fernverkehr

Das stündliche ICE/IC Angebot wird auf bis zu sechs schnelle Züge pro Tag zwischen Köln und Hamburg erweitert. Münster bekommt eine zusätzliche Direktverbindung aus Berlin über Hannover. Am Wochenende sollen die ostwestfälischen Bahnhöfe Herford, Bielefeld, Gütersloh und Hamm per Fernzug besser mit Köln, Wuppertal, Niedersachsen oder Leipzig verbunden werden. 

RE 60 fährt früher

Der RE 60 (Rheine-Ibbenbüren- Osnabrück- Braunschweig), der bisher um 7.19 Uhr von Rheine nach Ibbenbüren fuhr, wird auf die Abfahrtszeit 7.07 Uhr vorverlegt.

Geänderte Fahrzeiten beim RB 45

Die Züge der RB 45 (Coesfeld - Dorsten - Essen) werden sich im neuen Fahrplan nach der Inbetriebnahme einer neuen Stellwerkstechnik im Bahnhof Reken begegnen. Dadurch verschieben sich die Fahrplanzeiten um einige Minuten. 

Neuer Haltepunkt 

An den Stationen Reken und Marie Veen soll zum Fahrplanstart ein barrierefreier Ein -und Ausstieg möglich sein - auch in Billerbeck wird dieser ermöglicht. Zusätzlich bedient wird ab dem 15.12.2019 der neue Haltepunkt Reken-Klein Reken.  

Zusätzliche Nachtfahrten

Beim RB 65 wird zwischen Münster und Rheine in Wochenend-Nächten eine neue Spätfahrt gegen 2.35 Uhr eingeführt. Die RB 66 wird die bislang nur in Wochenend-Nächten angebotene Fahrt um 0.03 Uhr von Münster nach Osnabrück dann täglich in den Fahrplan antreten. 

Außerdem wird die RB 67 (Münster - Warendorf - Rheda-Wiedenbrück - Bielefeld), die bislang nur in Wochenend-Nächten fuhr, um 23.17 Uhr ab Münster täglich fahren und zudem bis Beelen verlängert. Ebenso wird in Wochenend-Nächten der bislang in Warendorf um 0.13 Uhr startende Zug nach Münster bereits ab Beelen angeboten.

Die bisher als Leerfahrt zwischen Beelen und Rheda-Wiedenbrück verkehrenden Züge um 1 und 2 Uhr an Wochenend-Nächten werden ab Beelen nun Fahrgäste mitnehmen. In Rheda-Wiedenbrück besteht jeweils Anschluss zur RB 69 nach Bielefeld.

 

 

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