„Eigene Schwerpunkte setzen“
26-Jährige ist neue Wirtschaftsförderin

Drensteinfurt -

Die Stadt Drensteinfurt hat eine neue Wirtschaftsförderin. Nachdem Ute Homann die Verwaltung vor einigen Wochen verlassen hatte, ist ab sofort die 26-Jährige Sophia Gorschlüter Ansprechpartnerin für die Wirtschaft.

Dienstag, 10.12.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2019, 17:16 Uhr
Sophia Gorschlüter fühlt sich wohl an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Verwaltung.
Sophia Gorschlüter fühlt sich wohl an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Verwaltung. Foto: Jeschke

Es war eine Aufgabe, die es durchaus „in sich“ hatte. Und sie war, das darf man getrost unterstellen, sehr wohl mit Bedacht gewählt: Innerhalb von nur wenigen Tagen galt es für knapp die Hälfte der insgesamt 20 Bewerber um den Posten der städtischen Wirtschaftsförderung, ein durchdachtes und natürlich spannendes Konzept für ein Stadtfest zu entwickeln. Die besten Ideen hatte Sophia Gorschlüter, die sich am Ende mit ihrem Entwurf unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt hat.

Erste Aufgabe: Stadtfest planen

Anfang November hat die 26-Jährige nun als Nachfolgerin von Ute Homann ihr Büro in der Verwaltung bezogen, wo sie in den kommenden Monaten weiter an ihrem 17-seitigen Bewerbungsentwurf feilen darf. Denn der soll im September – zumindest in Teilen – Realität werden. Nachdem die Organisation des Dreingaufestes den Ehrenamtlichen der IGW in den vergangenen Jahrzehnten so manches abverlangt hatte, wird nämlich die Stadt künftig die Organisation des Stadtfestes übernehmen. Namentlich in Person von Sophia Gorschlüter, zu deren Aufgabenbereich neben der reinen Wirtschaftsförderung eben auch die Bereiche Tourismus und Stadtmarketing gehören. Und genau das, erklärt die frischgebackene Master-Absolventin im Fachbereich Geografie, mache eben auch den Reiz ihres neuen Jobs aus.

„Als Stabsstelle gibt es sehr viele Möglichkeiten, eigene Schwerpunkte zu setzen“, erklärt Gorschlüter. Und obwohl natürlich nichts ohne gegenseitige Absprachen funktioniere, reize sie eben doch, bestimmten Projekten ihren „eigenen Stempel aufdrücken“ zu können.

„Großbaustelle Gastronomie“

Aufgaben, das hat die aus Hamm stammende und in Münster lebende neue städtische Bedienstete bereits in ihren ersten Wochen im Amt erfahren, gibt es durchaus genug. Eine „Großbaustelle“: „Die Gastronomie“, sagt die neue Wirtschaftsförderin. „Die Befragung des City-Managements hat klar ergeben, dass sich die Menschen etwa ein Café oder ein weiteres Restaurant wünschen.“

Apropos City-Management: Mit dessen Mitarbeiterin Katharina Thomalla hat sich die neue Wirtschaftsförderin zwecks Bestandsaufnahme bereits zu einem Ortstermin in der Innenstadt getroffen. Im Gespräch mit dem Gewerbeverein hat sie außerdem schon die ersten Kontakte mit den örtlichen Kaufleuten geknüpft, die beim Ende Januar oder Anfang Februar stattfindenden „Unternehmerfrühstück“ intensiviert werden sollen.

„Fair-Trade-Town“: Ergebnisse in sechs bis acht Wochen

Bis es soweit ist, muss sie allerdings zunächst letzte Hand an den städtischen Veranstaltungskalender legen, der pünktlich zum Jahreswechsel verteilt werden soll. Bereits auf den Weg gebracht hat Gorschlüter, die in ihrer Freizeit – vorzugsweise mit dem Fahrrad – gerne „draußen“ unterwegs ist, die bereits vor Monaten in den Stiel gestoßene Bewerbung um den Titel „Fair-Trade-Town“. „Die Zertifizierung läuft. Mit ersten Ergebnissen rechnen wir in sechs bis acht Wochen“, sagt die Wirtschaftsförderin, die sich bei ihren neuen Kollegen in der Verwaltung für die herzliche und unkomplizierte Aufnahme bedankt.

Mit Sophia Gorschlüter sind wir bestens aufgestellt, auch künftig den wachsenden Anforderungen in einem sich stetig veränderndem Umfeld gerecht zu werden.

Bürgermeister Carsten Grawunder

„Mit Sophia Gorschlüter sind wir bestens aufgestellt, auch künftig den wachsenden Anforderungen in einem sich stetig veränderndem Umfeld gerecht zu werden“, ist Bürgermeister Carsten Grawunder überzeugt. „Die Wirtschaftsförderung ist unter anderem Schnittstelle, Vermittlerin und Lotsin zwischen Unternehmen und Verwaltung sowie Ansprechpartnerin für ansiedlungswillige Unternehmen“, betont der Bürgermeister, der seiner neuen Mitarbeiterin „viel Freude an ihren neuen und interessanten Aufgaben“ wünscht.

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