Großeinsatz am Rande des Martinimarktes
Feuerwehr rettet 13 Menschen

Nottuln -

Per Sirene ist am Samstagabend die Nottulner Feuerwehr zu einem Einsatz in der Hagenstraße alarmiert worden. Mit der Drehleiter rettete die Feuerwehr insgesamt 13 Menschen aus einem stark verqualmten Gebäude.

Samstag, 09.11.2019, 22:40 Uhr aktualisiert: 10.11.2019, 15:50 Uhr
Mit Hilfe der Drehleiter rettete die Feuerwehr am Samstagabend 13 Menschen aus einem verqualmten Gebäude.
Mit Hilfe der Drehleiter rettete die Feuerwehr am Samstagabend 13 Menschen aus einem verqualmten Gebäude. Foto: Ludger Warnke

Starke Rauchentwicklung in einem Wohngebäude an der Hagenstraße 13 in Nottuln hat am Samstagabend zu einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Nottuln geführt. Mit Hilfe der Drehleiter aus Appelhülsen gelang es den Feuerwehrleuten, insgesamt 13 Personen vom Balkon des ersten Stockwerks und durch ein Fenster des Dachgeschosses zu retten. Eine Person war verletzt und wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Die anderen zwölf Männer und Frauen blieben unverletzt, berichtete Tobias Plogmaker, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, auf WN-Anfrage. Außerdem gelang es der Feuerwehr, zwei Hunde aus dem verqualmten Gebäude zu retten. Alle Einsatzkräfte blieben unverletzt.

Während im historischen Ortskern sich die Menschen auf dem gut besuchten Martinimarkt vergnügten, kam es im Gebäude Hagenstraße 13 am Samstagabend aus bislang noch ungeklärter Ursache vom Keller ausgehend zu einer starken Rauchentwicklung, auf die die Bewohner durch Rauchmelder aufmerksam wurden. Sie alarmierten die Feuerwehr, hielten sich klugerweise vom verrauchten Treppenhaus fern und versammelten sich am Balkonfenster beziehungsweise an einem Fenster des Dachgeschosses, wo sie sich den anrückenden Feuerwehrleuten bemerkbar machten.

Großeinsatz: Nottulner Feuerwehr rettet 13 Menschen

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  • Am Samstagabend (9.11.2019) kam es auf der Hagenstraße in Nottuln zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus.

    Foto: Ludger Warnke
  • Nach ersten Ermittlungen entstand der Brand im Keller des Hauses, berichtet die Polizei.

    Foto: Ludger Warnke
  • Zur Brandzeit befanden sich 13 Personen in dem Haus, wovon eine Person durch den Rauch leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht wurde.

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  • Die Feuerwehr Nottuln war mit zahlreichen Kräften vor Ort.

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  • Für die Dauer der Lösch- und Rettungsmaßnahmen waren die Hagenstraße sowie umliegende Straßen für den Straßenverkehr gesperrt.

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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Bilder des Einsatzes, der am Samstagabend gegen 19.40 Uhr begann.

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Die Kreisleitstelle hatte um 19.39 Uhr auch per Sirene Alarm der Stufe „Feuer 4 – Menschenleben in Gefahr“ ausgelöst. Alle vier Löschzüge der Gemeinde aus Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten sowie ein Löschzug der Havixbecker Feuerwehr rückten aus. „Insgesamt waren 106 Feuerwehrleute im Einsatz“, berichtete Feuerwehrsprecher Tobias Plogmaker.

Weiter eilten 35 Einsatzkräfte vom Rettungsdienst, natürlich auch Feuerwehrarzt Dr. Schönhauser, ferner der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes sowie ein Dutzend Polizeibeamte nach Nottuln. Ebenfalls vor Ort war Notfallseelsorger Dr. Thomas Flammer, der sich um die teilweise geschockten Bewohner kümmerte.

Unter der Einsatzleitung von Wehrleiter Udo Henke wurde die Drehleiter direkt am Gebäude positioniert, sodass sofort mit der Menschenrettung begonnen werden konnte. Mehrere Feuerwehrtrupps drangen parallel unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und durchsuchten mehrmals sämtliche Wohnungen und Räume, um ja keinen Bewohner zu übersehen.

Die Feuerwehr brachte die geretteten Bewohner zur Cafeteria des Krankenhauses, wo man eine Verletztensammelstelle eingerichtet hatte. Ärzte und Sanitäter kümmerten sich um die Geretteten.

Für die Dauer der Lösch- und Rettungsmaßnahmen waren die Hagenstraße sowie umliegende Straßen für den Straßenverkehr gesperrt, teilt die Polizei mit.

Nach rund zwei Stunden konnten die ersten Einsatzkräfte wieder abrücken. Der Löschzug Nottuln blieb jedoch vor Ort und ging auch noch mit der Wärmekamera durch das Gebäude. Für die Nottulner Wehrleute dauerte der Einsatz bis etwa 23.15 Uhr, wie Udo Henke am Sonntagmorgen berichtete.

Die Wohnungen waren nach Abschluss der Maßnahmen vorerst nicht mehr bewohnbar, so die Polizei weiter. Das Ordnungsamt der Gemeinde Nottuln veranlasste die Unterbringung der Bewohner und die Sicherung des Hauses. Nach ersten Erkenntnissen, so die Polizei, sei der Brand im Keller des Hauses entstanden. Für die weiteren Ermittlungen wurde der Brandort beschlagnahmt. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Dass der Rauchmelder die Bewohner frühzeitig gewarnt hat und dass diese sich vorbildlich verhalten haben, hob Udo Henke im Gespräch mit unserer Zeitung noch einmal hervor. Dadurch sei noch größerer Schaden abgewendet worden.

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