ZDF-Sendung „Du ahnst es nicht“
Ibbenbürener verwandt mit Taylor Swift

Ibbenbüren -

Der Ibbenbürener Jürgen Schwietert ist über einige Ecken mit dem millionenschweren US-Pop-Star Taylor Swift verwandt. Das hat er von Thomas Anders erfahren. Im Fernsehen. Ja. Wirklich. Der 49-Jährige war in der ZDF-Sendung „Du ahnst es nicht“ zu sehen.

Freitag, 18.10.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 14:17 Uhr
Jürgen Schwietert ist über viele Ecken mit US-Pop-Star Taylor Swift verwandt. Das findet auch seine Tochter Alaya spannend. Erfahren hat der Ibbenbürener das bei einem TV-Auftritt.
Jürgen Schwietert ist über viele Ecken mit US-Pop-Star Taylor Swift verwandt. Das findet auch seine Tochter Alaya spannend. Erfahren hat der Ibbenbürener das bei einem TV-Auftritt. Foto: lb

Und das kam so: Vor rund 30 Jahren hat Schwietert, der gebürtig aus dem 2500-Einwohner-Ort Menslage im Landkreis Osnabrück, stammt, damit begonnen, seinen Stammbaum zu erforschen. Ein Jubiläum seiner Heimatgemeinde war der Auslöser. Schwietert blätterte durch staubige Kirchenbücher, suchte in Archiven – und meldete sich vor einigen Jahren auf speziellen Internet-Plattformen zur Ahnenforschung an. Darüber entstanden schon eine Menge Kontakte, unter anderem auch zu entfernten Verwandten in den USA.

Und zu Genealogin Swantje Heuten. Die wandte sich vor wenigen Monaten an Schwietert und verkündete ihm, dass sie in seinem Stammbaum etwas Interessantes entdeckt habe. Das wolle sie ihm in der TV-Sendung, die von Thomas Anders moderiert wird, präsentieren. Schwietert sagte sofort zu. „Ich war neugierig.“

Dreharbeiten in Mainz

Ende August war es dann soweit: Der Ibbenbürener reiste nach Mainz. In der dortigen Zitadelle wird „Du ahnst es nicht“ gedreht. Einen Vormittag lang stand Schwietert vor der Kamera. Er absolvierte mehrere Szenen außerhalb der Zitadelle, dann lernte er Thomas Anders kennen – und war begeistert: „Der war ganz umgänglich.“ Dann begann der eigentliche Dreh, bei dem Anders und Genealogin Heuten dem Ibbenbürener historische Dokumente zeigten. „Das haben wir in einem Stück gedreht.“

Knapp acht Minuten dauert der Beitrag über Schwietert, an dessen Ende er erfährt, dass er über eine von ihm bislang nicht verfolgte Linie seiner Familie mit der amerikanischen Opernsängerin Marjorie Finlay († 2003) verwandt ist – Großmutter von Taylor Swift.

„Ich hatte keine Ahnung, worauf das Ganze hinauslaufen würde“, sagt Schwietert rückblickend. Seit der Aufzeichnung höre er im Radio genauer hin, wenn Musik von seiner berühmten Verwandten zu hören ist, ergänzt er schmunzelnd. Und auch Tochter Alaya (13) findet die neue Verbindung in die USA spannend.

Ur-Großonkel ließ sich in Missouri nieder

Über die Dreharbeiten sagt Schwietert: „Das war ein Erlebnis.“ Nervöser als bei der Aufzeichnung sei er am vergangenen Sonntag gewesen, als die Sendung ausgestrahlt wurde. Rund 300 Jahre zurück hatte die Genealogin in den Schwietert’schen Stammbaum geblickt und darin die Familie von Johann Hermann Möhlenkamp ausgemacht, einem dreifachen Ur-Großonkel von Schwietert. Er verließ 1836 das Artland Richtung USA und ließ sich in Missouri nieder. Wie viele Heuerleute oder Söhne aus kinderreichen Familien suchte er jenseits des Großen Teichs sein Glück. „Das war damals üblich“, weiß Hobby-Ahnenforscher Schwietert, der als Schriftführer für die Jahresschrift des Heimatvereins Menslage verantwortlich zeichnet und somit einen tiefen Einblick in die Geschichte seiner Region hat. Aus diesem Familienstrang ging Ur-Enkelin Marjorie Möhlenkamp, später Finlay, hervor.

„Das betrifft ja auch viele andere“

Die TV-Sendung hat Schwietert noch einmal deutlich gemacht, wie spannend Ahnenforschung ist. Klar, dass der 49-Jährige das weiter verfolgen will. „Das betrifft ja auch viele andere.“ Schließlich dürfte er nicht der einzige Artländer sein, der mit Taylor Swift verwandt ist. Schade fände er es, wenn so wichtige historische Daten verloren gingen. Deshalb will Schwietert in der nächsten Ausgabe der Heimat-Schriftenreihe das Thema aufar beiten.

Den Nebenstrang seines Ur-Ur-Ur-Großonkels habe er bislang nicht in Augenschein genommen, sagt Schwietert. „Der Stammbaum ist so breit. Das ist dann vielleicht eher etwas für die Rente.“ Und wer weiß, was er dann noch zutage fördert. Die Folge von „Du ahnst es nicht“ vom 13. Oktober ist in der ZDF-Mediathek zu sehen.

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