Regionalwirtschaftliches Profil der NRW-Bank
Gründerflaute im Münsterland

Münster -

Das Münsterland ist eine Boom-Region. An den meisten wirtschaftlichen Daten ist das klar abzulesen. Doch bei der Gründung neuer Unternehmen gibt es Probleme.

Donnerstag, 17.10.2019, 16:46 Uhr

Die meisten Kennziffern sind glänzend. Doch eine Sch wäche des Münsterlandes zeigt das „Regionalwirtschaftliche Profil“ der NRW-Bank (Münster/Düsseldorf) auf: Beim Gründen neuer Firmen hinkt das Münsterland im Vergleich zu den anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen hinterher. Vor allem die gewerbliche Gründungsneigung der lokalen Bevölkerung habe 2018 mit lediglich 18,5 Betriebsgründungen je 10 000 Einwohner „weit unter dem Landesdurchschnitt von 23,9 Gründungen“ gelegen, heißt es in dem Bericht der Förderbank. Diese Schwäche gelte in allen Kreisen und auch in Münster. Einzige Ausnahme sei der Krei s Borken.

Grund genug für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen bessere Bedingungen für Unternehmensgründungen zu fordern: „Es muss uns gelingen, wieder mehr Menschen davon zu überzeugen, dass Selbstständigkeit ein sehr lohnenswertes und attraktives berufliches Ziel ist“, sagte Sven Wolf, Teamleiter Unternehmensförderung der IHK.

Doch die Wirtschaftsdaten des Münsterlands sind überwiegend erfreulich. So weist die Region seit Jahren die niedrigste Arbeitslosenquote aller neun NRW-Wirtschaftsregionen auf. Günstig ist auch die Altersstruktur: Das Durchschnittsalter liegt laut NRW-Bank bei 43 Jahren. Damit sind die Bewohner des Münsterlands durchschnittlich ein Jahr jünger als die Einwohner NRWs insgesamt.

Die meisten sozialversicherungpflichtigen Beschäftigten im Münsterland arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe – rund 145 000. Den größten Wertschöpfungszuwachs verbuchen indes seit 2008 die Landwirtschaft und das Baugewerbe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7006539?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker