Verkehrssicherheit von Radfahrern
Gutes Licht muss nicht teuer sein

Greven -

Es ist Herbst. Morgens wird es später hell. Und abends früher dunkel. Wer jetzt ohne Beleuchtung mit dem Fahrrad unterwegs ist, lebt gefährlich. „Das Wichtigste ist ein vernünftiges Licht“, sagt Elmar Homann, Inhaber des Fahrradgeschäfts an der Saerbecker Straße in Greven.

Freitag, 18.10.2019, 12:00 Uhr
Emma Kobytzki und Lennart Falkner, die Autoren dieses Berichts, mit reflektierendem Fahrradzubehör
Emma Kobytzki und Lennart Falkner, die Autoren dieses Berichts, mit reflektierendem Fahrradzubehör Foto: Marie Rolvering

„Ein gutes Licht kann man bereits ab 20 Euro erwerben“, sagt Homann. Für ihn ist es unverständlich, warum trotzdem so viele Menschen ohne helle Leuchten herumfahren, obwohl diese eigentlich gar nicht so teuer sind.

Die Lichttechnik hat sich in den vergangenen Jahr deutlich verändert. Vor allem LED-Lampen machen die Nacht zum Tage. Es gibt Beleuchtungssysteme mit Nabendynamo, für die man schnell über 100 Euro bezahlen muss. In der Regel ist es so, dass die teureren Lampen auch deutlich heller sind. Diese Beleuchtungen muss man richtig einstellen, damit nicht andere Verkehrsteilnehmer geblendet und abgelenkt werden. Besonders helle Fahrradlampen sind von ihrer Strahlintensität nämlich schon vergleichbar mit normalen Autoscheinwerfern.

„Zu einer vernünftigen Lichtanlage gehören nicht nur das ganz normale Vorderlicht, sondern auch das Rücklicht und verschiedene Reflektoren an Reifen, Speichen und Pedalen“, erklärt Matze Böhme, Mitarbeiter des Fahrradgeschäfts „Max E-Bike“.

Aber nicht nur eine gute und funktionierende Lichtanlage, sondern auch die Kleidung während des Fahrradfahrens ist ausschlaggebend. Weil bei vielen Menschen schwarze Jacken sehr beliebt sind, werden Reflektoren umso wichtiger. Auch hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um sich passend zu kleiden.

Es gibt beispielsweise Warnwesten oder spezielle Windjacken, Neonüberzüge für Helme und Fahrradtaschen, Reflektoren Bänder für die Arme und Beleuchtungen für Helme. All dieses leuchtende Radler-Zubehör dient zum eigenen Schutz.

„Es gibt sehr viele Möglichkeiten, um sich zu schützen, daher ist eigentlich für jeden etwas dabei und niemand kann sagen, dass er oder sie nichts passendes findet“, sagt Matze Böhme.

Man sollte sich jedoch vorher erkundigen, was laut Straßenverkehrsordnung in Deutschland erlaubt oder Pflicht ist, denn sonst könnte es teuer werden.

In Deutschland ist seit 2013 sowohl eine dynamobetriebene als auch eine durch Akkus oder Batterien betriebene Fahrradbeleuchtung zulässig. Allerdings sind blinkende Lampen am Fahrrad nicht erlaubt, da sie andere Verkehrsteilnehmer zu sehr irritieren könnten.

Bei einer Fahrt ohne oder mit defektem Licht muss man eine Geldstrafe von 20 Euro bezahlen. Wenn man bei dieser Fahrt noch andere Menschen in Gefahr bringt erhöht sich das Bußgeld auf 25 Euro. Und bei einem durch Radler verursachten Unfall ist eine Strafe von 35 Euro zu zahlen.

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