Haushaltsmittel verdoppelt
Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners geht weiter

Sendenhorst -

Auch wenn der Herbst nicht die aktive Zeit der Raupe ist, bereitet der Eichenprozessionsspinner auch derzeit Kopfzerbrechen. Für das kommende Jahr wurde der Betrag, der zur Bekämpfung im städtischen Haushalt bereitsteht, schon verdoppelt. Die Nester sollen nicht nur entfernt werden. Die Raupe soll auch prophylaktisch bekämpft werden.

Mittwoch, 16.10.2019, 06:07 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 06:10 Uhr
Auch die verlassenen Nester der EPS-Raupen können gesundheitliche Probleme hervorrufen. Ein Kontakt mit den Härchen sollte daher vermieden werden.
Auch die verlassenen Nester der EPS-Raupen können gesundheitliche Probleme hervorrufen. Ein Kontakt mit den Härchen sollte daher vermieden werden. Foto: Biologisches Zentrum/Brocksieper

Auch wenn der Herbst nicht die aktive Zeit der Raupe ist, bereitet der Eichenprozessionsspinner auch derzeit Kopfzerbrechen. Dabei geht es sicherlich auch darum, dass auch in den kommenden feuchten Monaten Vorsicht geboten ist in der Nähe von befallenen Bäumen, da die Haare, die die Raupen in ihren Nestern zurücklassen, noch viele Jahre aktiv sind und bei Mensch und Tier für allergische Reaktionen sorgen könne. In den Verwaltungen sorgt die Plage auch dafür, dass jetzt über die Bekämpfung und Eindämmung 2020 nachgedacht wird.

Auch in Sendenhorst bereitet die Raupe Probleme. Für das kommende Jahr wurde der Betrag, der zur Bekämpfung im städtischen Haushalt bereitsteht, schon verdoppelt. 30.000 Euro stehen dann zur Verfügung. Beseitigt werden Nester nach Auskunft des Umweltamtsleiters Wolfgang Huth vornehmlich an Brennpunkten, an denen sich viele Menschen aufhalten, also an Schulen und Kindergärten oder in Parks. Zur Warnung werden Hinweisschilder auf die betroffenen Bäume aufmerksam machen. Außerdem werden in Sendenhorst an Brennpunkten im zeitigen Frühjahr prophylaktisch Bäume mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel eingenebelt, das sich auf die Raupe auswirken soll, erklärt der Leiter des städtischen Bauhofes, Uwe Beyer.

Darüber, ob es sich lohnt, wie umliegende Städte durch das Anbringen von Nistkästen vermehrt Meisen anzusiedeln, habe die Stadt noch nicht nachgedacht, erklärt Wolfgang Huth auf Nachfrage.

Mit Blick auf den Herbst, rät Wolfgang Huth übrigens zur Vorsicht beim Laubfegen. Derzeit fallen die Nester durch die feuchte Witterung aus den Bäumen. Und Härchen, die sich im Laub von befallenen Bäumen befinden, können durchaus auch jetzt für Probleme sorgen, wenn sie mit der Haut in Berührung kommen.

Vorsicht ist übrigens auch beim Spaziergang mit Hunden geboten, die sich beim Kontakt mit heruntergefallenen Nestern ebenfalls schwere Verletzungen zuziehen können.

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