Gesamtschule Gronau erhält Fördermittel vom Land
Platz für bis zu 1200 Schüler

Gronau -

Auf bis zu 1200 könnte die Zahl der Gesamtschüler in Gronau anwachsen. So viele Schüler brauchen Platz. Deshalb wurde – auch mit Fördermitteln des Landes – der 6900 Quadratmeter große Erweiterungsbau geschaffen. Am Donnerstag kam ein Delegation der NRW-Bank nach Gronau, um sich das Gebäude anzuschauen.

Freitag, 11.10.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 12:35 Uhr
Fototermin am Gute-Schule-Schild: (v.l.) das Leitungsteam der Gesamtschule bestehend aus Karin Emming, Martin Schreurs, Nadine Soeten, Kirsten Gerlach und Ursula Steuer; Gabriele Pantring (Vorstandsmitglied NRW-Bank), Margot Bensch (Architektin, Stadt Gronau), Nicola Siedhoff (Kundenbetreuerin NRW-Bank), Bürgermeister Rainer Doetkotte und Andrea Winkler (Architektin, Stadt Gronau).
Fototermin am Gute-Schule-Schild: (v.l.) das Leitungsteam der Gesamtschule bestehend aus Karin Emming, Martin Schreurs, Nadine Soeten, Kirsten Gerlach und Ursula Steuer; Gabriele Pantring (Vorstandsmitglied NRW-Bank), Margot Bensch (Architektin, Stadt Gronau), Nicola Siedhoff (Kundenbetreuerin NRW-Bank), Bürgermeister Rainer Doetkotte und Andrea Winkler (Architektin, Stadt Gronau). Foto: Frank Zimmermann

Mit Unterstützung des Förderprogramms Gute Schule 2020 der NRW-Bank hat die Stadt Gronau die Gesamtschule Gronau um einen 6900 Quadratmeter großen Neubau erweitern lassen. Die Baukosten belaufen sich auf mehr als elf Millionen Euro. Zur Finanzierung der Kosten rief die Stadt bei der NRW-Bank bislang Fördermittel in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro ab. Die letzte Tranche 2020 in Höhe von rund 600 000 Euro wird ebenfalls für die Finanzierung der Baukosten der Gesamtschule Gronau abgerufen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Am Donnerstag war eine dreiköpfige Delegation der NRW-Bank an der Schule zu Gast, um sich anzuschauen, wie das Geld in Gronau investiert wurde. Gabriela Pantring, Vorstandsmitglied der NRW-Bank, Nicola Siedhoff (für Gronau zuständige Kundenbetreuerin) und Ingo Rosenow (stellv. Pressesprecher) ließen sich von Schulleiterin Ursula Steuer und Bürgermeister Rainer Doetkotte den Erweiterungsbau zeigen. Steuer berichtete, dass die Schule zurzeit rund 950 Schüler hat. Im kommenden Jahr werden dann die ersten Gesamtschüler in die Oberstufe kommen, sodass die Zahl der Schüler auf bis zu 1200 anwachsen könnte. „Dafür ist der Erweiterungsbau absolut wichtig“, sagte Ursula Steuer. Der vierstöckige Erweiterungsbau der Gesamtschule Gronau wurde in den Jahren 2017/2018 errichtet. Neben Fach- und Klassenräumen für die oberen Jahrgänge beherbergt der Neubau auch die Schulmensa.

„Wir als Stadt Gronau sind absolut begeistert, dass wir einen so großen Schulneubau hinbekommen haben“, sagte Bürgermeister Rainer Doetkotte. Bewusst habe man sich dafür entschieden, die Gesamtschule in einem Gebäude unterzubringen, auch wenn die Schule dadurch sehr groß werde. Bei der Umsetzung sei man auf die Unterstützung des Landes angewiesen, sagte Doetkotte, der sich herzlich für die Förderung durch die NRW-Bank bedankte.

Ursula Steuer betonte noch, dass es „ein schöner Effekt“ sei, dass die Gesamtschule Tür an Tür mit dem Gymnasium liege. Das sei insbesondere für die Zusammenarbeit bei der Oberstufe ein großer Vorteil. Steuer und Doetkotte skizzierten für die Gäste auch die Entwicklung der noch jungen Schule. „Wir sind als inklusive Schule gestartet und das ist gut gelungen“, sagte Steuer. Das Motto dazu habe ihr Kollege, der stellvertretende Schulleiter Martin Schreurs, geprägt: „Vielfalt ist unsere Stärke.“

Daran knüpfte Gabriela Pantring an, denn dieses Motto passe gut zum Slogan der NRW-Bank: „Fördern, was NRW bewegt“. „Was gibt es Schöneres, als in die Zukunft von Kindern zu investieren und damit auch in die Zukunft unseres Landes?“, fragte Pantring rhetorisch und ergänzte: „Das macht Spaß!“ Die Stadt Gronau lobte sie dafür, dass sie beim Abrufen der Mittel ganz vorne sei. „Das ist vorbildlich!“

► Das Förderprogramm Gute Schule 2020 hatten das Land NRW und die NRW-Bank zum 1. Januar 2017 gemeinsam aufgelegt. Über vier Jahre verteilt stehen den Kommunen hierüber insgesamt zwei Milliarden Euro für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Digitalisierungsprojekte in Schulen zur Verfügung. Das Programm ist für die Kommunen kostenfrei, da das Land alle Tilgungsleistungen übernimmt.

Kommentar

Viel Lärm um Alltägliches

Tue Gutes und rede darüber, ist eine altbewährte PR-Taktik. Aber ist es schon eine gute Tat, wenn das Land NRW gemeinsam mit der landeseigenen Bank Fördergelder für kommunale Schulen vergibt? Und selbst wenn man diese Frage mit Ja beantwortet, muss man dafür einen so großen Aufwand betreiben wie die NRW-Bank? Insgesamt vier Mitarbeiter der Landesbank (wenn man den Chauffeur mitzählt) sind aus Münster und Düsseldorf angereist, um einen relativ kurzen Blick auf den Erweiterungsbau der Gesamtschule zu werfen und „offiziell“ eine Plakette mit der Aufschrift „Gute Schule“ zu übergeben. 

Immer wieder haben Bund und Länder gute Ideen, für deren Umsetzung und Finanzierung am Ende die Kommunen aufkommen müssen. Deshalb ist das Förderprogramm Gute Schule 2020 sicherlich begrüßenswert. Richtig ist aber auch: Hier werden keine Geschenke verteilt, sondern öffentliche Gelder.

von Frank Zimmermann

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